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„Nightflyers“ – Neue Serie nach George R. R. Martin

Serie „Nightflyers“ – Neue Serie nach George R. R. Martin

Syfy will vom „Game of Thrones“-Boom profitieren. Der US-Sender, der sich auf das Senden und Produzieren von Science-Fiction-, Horror- und Fantasy-Sendungen konzentriert, hat einen Pilotfilm zu George R. R. Martins Science-Fiction-Novelle „Nightflyers“ geordert. Anders als bei dem großen HBO-Epos hat der Autor diesmal keine Beraterfunktion.

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Ein Mann, dessen Fantasie die Welt begeistert: George R. R. Martin („Lied von Eis und Feuer“-Epos) hat die Vorlage zum Syfy-Projekt „Nightflyers“ geschrieben.

Quelle: dpa

New York. Die NBC-Tochter Syfy will vom offenbar vom „Game of Thrones“-Boom profitieren (die siebte und vorletzte Staffel des Fantasy-Epos startet am 17. Juli bei Sky). Der US-Sender, der sich auf das Senden und Produzieren von Science-Fiction-, Horror- und Fantasy-Programmen konzentriert, hat jetzt einen Film nach George R. R. Martins Novelle „Nightflyers“ geordert.

Eine Reise in den Weltraum und den Wahnsinn

Martin hat die Novelle 1980 herausgebracht, 17 Jahre vor Veröffentlichung des ersten Bandes von „Das Lied von Eis und Feuer“. Erzählt wird darin die Geschichte eines achtköpfigen Wissenschaftlerteams, das mit dem Raumschiff Nightflyer und dessen Besatzung zum Rand des Sonnensystems unterwegs ist, um eine Verbindung zu einem außerirdischen Schiff herzustellen soll, das dort Signale aussendet. Der Kapitän der Nightflyer verhält sich indes seltsam, bald ist so ziemlich alles an der Reise seltsam, schließlich passieren unfassliche Dinge im Weltraum. Und wo eben noch Forscherneugier vorherrschte, regiert bald nur noch die blanke Angst. Es wird eine Reise in den Wahnsinn.

„Wir wollen tiefer in George R. R. Martins nervenaufreibende Welt von ,Nightflyers’ eintauchen“, verriet Bill McGoldrick von der Drehbuchentwicklung bei NBC Universal Cable Entertainment der Medienwebsite Deadline. Und schürte damit Hoffnungen, dem Pilotfilm könnte eine komplette Serie folgen. Unter den Produzenten befindet sich Robert Jaffe. Der hatte 1987 schon das Drehbuch zu einer Kinoadaption geschrieben, bei der er auch Produzent war.

Eine Verfilmung von 1987 wurde von der Kritik verrissen

Diese Verfilmung allerdings wurde damals von der Kritik ungnädig aufgenommen: Richard Harrington von der „Washington Post“ attestierte Jaffes Drehbuch, es mache nicht viel Sinn und bescheinigte dem ganzen Film, dass er sich „mit dem Tempo und der Grazie eines Weltraumbisons“ bewege. Caryn James von der „New York Times“ fand an Martins Geschichte Suspense und Originalität, bemäkelte aber an der visuellen Umsetzung, dass das Schiff aussähe, „wie ein dicker Klumpen Schokoladenpudding“, dass die Spezialeffekte billig seien und Jaffes Drehbuch zu wenig der Vorstellungskraft des Zuschauers überlasse. Unter Fans genießt der ziemlich simple und blutige Film mit Catherin Mary Stewart und Michael Praed freilich inzwischen Kultstatus. Wohl ob der bedrohlichen Stimmung, die (entfernt) an Ridley Scotts „Alien“ von 1979 erinnerte.

George R. R. Martin ist nicht in die Verfilmung involviert

Zeit also und Gelegenheit, die Sache noch mal von vorne anzugehen und besser zu machen. Anders als bei dem großen HBO-Epos „Game of Thrones“ soll George R. R. Martin diesmal keine Beraterfunktion innehaben. Der Schriftsteller ist allerdings auch mit „Game of Thrones“ und den geplanten Spin-off-Serien beschäftigt genug. Außerdem warten Martins zahllose Fans auf die Fertigstellung der „Lied von Eis und Feuer“-Saga, die noch zwei (in Deutschland vier) dickleibige Bände von der Vollendung entfernt ist. Böse Zungen behaupten, Martin säße längst auf den fertigen Büchern, wolle den Fans von „Game of Thrones“ (die Serie gründet auf den „Lied“-Romanen) nicht mit literarischen Spoilern verraten, wie die Sache mit dem Thron der Sieben Königreiche von Westeros und den Weißen Wanderern mit ihrer Zombiearmee auf dem Bildschirm ausgeht.

Syfys dystopische Serie „Incorporated“ startet am 27. Juni bei Sky

Andere aktuelle Syfy-Projekte in der Entwicklung sind eine Adaption von Grant Morrisons Graphic Novel „Happy!“ über einen korrupten Cop der einen mordenden Santa Claus sucht und „Krypton“, ein Prequel zur Geschichte von „Superman“. Zu den bekanntesten Syfy-Serien zählen „Stargate“, „Defiance“, „Warehouse 13“, „Haven“, „Marvel’s Agent Carter“ sowie die eindrucksvolle Neuverfilmung von „Battlestar Galactica“ in vier Staffeln und mehreren Filmen.

Am Dienstag, 27. Juni, startet auf dem deutschen Syfy-Ableger um 21 Uhr „Incorporated“, eine Science-Fiction-Serie von Matt Damon und Ben Affleck, in der die einflussreichsten Firmen der Welt die bestehenden Regierungssysteme nach einer Klimaapokalypse ablösen. Syfy ist in Deutschland über den Pay-TV-Anbieter Sky empfangbar, ferner über de Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Unitymedia, Primacom, Tele Columbus, NetCologne und Kabel BW.

Von RND/Matthias Halbig

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