Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
So kämpft Google gegen Terrorvideos

Vier-Punkte-Plan So kämpft Google gegen Terrorvideos

Google will seine Videoplattform Youtube verstärkt von Terror-Propaganda säubern. Der Internet-Konzern kündigte nun eine Initiative an, die auf künstliche Intelligenz und menschliche Spürnasen setzt.

Der Internet-Konzern Google will die Verbreitung von Hassvideos eindämmen.

Quelle: dpa

Mountain View/London. Der Druck der Politik auf Konzerne wie Facebook oder Google wächst: Die Unternehmen mögen doch bitte Terrorpropaganda in ihren Netzwerken blockieren. Googles Chefjurist Kent Walker stellte nun in einem Beitrag in der Londoner Zeitung „Financial Times“ Pläne vor, Youtube von Hassvideos zu säubern. Der Konzern setzt noch stärker auf künstliche Intelligenz und menschliche Spürnasen. Die vier Maßnahmen im Überblick:

1. Künstliche Intelligenz

Google will noch stärker intelligente Programme einsetzen, um auf der Videoplattform YouTube automatisch mehr Clips mit Terrorpropaganda aufzuspüren. Mehr als die Hälfte der gelöschten Inhalte in den vergangenen sechs Monaten sei so gefunden worden. Zusätzlich will der Konzern noch mehr Entwickler abstellen, erklärte Walker.

2. Freiwillige Helfer

Doch nicht immer könnten diese Sicherheitsprogramme Terrorvideos von Nachrichtenbeiträgen mit den selben Bildern unterschieden, räumt der Jurist ein. Der Konzern unterhält deshalb das Programm „Trusted Flagger“. Das sind Einzelpersonen oder Organisationen, denen Google vertraut, wenn sie auf Youtube anstößige oder rechtswidrige Inhalte anzeigen. Zu den 63 Mitgliedern sollen 50 weitere Organisationen kommen. Unter diesen Experten können auch Strafverfolgungsbehörden sein.

3. Warnhinweise

YouTube will bei umstrittenen Videos, die nicht eindeutig den Terror verherrlichen, Warnhinweise vorschalten. Radikal religiöse oder politisch extreme Inhalte gebe es dann zwar weiterhin, aber weder sei dann die Kommentarfunktion aktiviert noch könnten die Kanalbetreiber Geld mit Werbung verdienen. Videos mit diesen Hürden würden aber seltener geguckt, so Walker.

4. Kampagnen

Google will potenzielle Terroristen aktiv zum Umdenken bewegen. Wer häufig Terror-Inhalte sucht, soll gezielt zu Anti-Terror-Videos geleitet werden.

Von RND/dpa