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Jugendlicher stirbt bei Internet-Challenge

Tödliches Spiel Jugendlicher stirbt bei Internet-Challenge

Die Sucht nach dem Rausch endete für einen 16-jährigen Niederländer tödlich: Tim Reynders überlebte die sogenannte Choking Challenge nicht. Das gefährliche Würgespiel zieht derzeit immer mehr Jugendliche in seinen Bann.

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Die Gefahr aus dem Netz: Immer mehr Jugendliche sind süchtig nach Spielen im Internet – eine dieser Challenges endete jetzt tödlich.

Quelle: dpa

Den Haag. Die Spiele, die Jugendliche in den sozialen Medien betreiben, werden offenbar immer gefährlicher. Derzeit liegt die sogenannte Choking Challenge im Trend, bei der Jugendliche sich entweder selbst würgen oder durch andere würgen lassen, dies filmen und dann in speziellen Foren posten. Der Kick soll einen Rauschzustand hervorrufen.

Einem 16-jährigen Schüler wurde das Würgespiel jetzt zum Verhängnis. Tim Reynders überlebte das Spiel nicht.

Eltern warnen vor bizarren Spielen

Der Schüler hatte den Gürtel eines Bademantels benutzt und sich damit die Kehle zugebunden. Doch Tim stürzte und verlor das Bewusstsein. Der Junge war nicht mehr in der Lage, den Bademantelgürtel, mit dem er sich den Hals zugeschnürt hatte, zu lösen. Er ist das erste bekannte Opfer der „Choking Challenge“.

Tims Eltern warnen, ihr Sohn sei kein Einzelfall. Immer mehr Jugendliche würden sich in geschlossenen Internetzirkeln an solchen bizarren Spielen beteiligen und sich selbst dabei filmen.

,,Wir bringen die Geschichte über den Tod von Tim an die Öffentlichkeit, weil wir damit vor solchen gefährlichen Internetspielen warnen wollen“, sagen sie.

Im Koma wegen ,,Cinnamon Challenge“

Ebenso populär ist derzeit die ,,Cinnamon Challenge.‘‘ Dabei schlucken Jugendliche einen Löffel voll mit Zimt, um dadurch ,,high‘‘ zu werden. Ein 13-jähriger Niederländer fiel nach dem Spiel wegen Sauerstoffmangels ins Koma. Er ist erst nach fünf Tagen wachte er wieder auf. Unklar ist noch, ob sein Gehirn Schäden davon getragen hat.

Bei der ,,Blue Whale Challenge‘‘ erhalten die Teilnehmer von einem selbst ernannten Führer Aufträge, die in der Folge immer schwieriger werden und am Ende darin gipfeln, dass der ,,Leader‘‘ den Mitspielern den Auftrag gibt, sich selbst umzubringen.

,,Wir müssen dringend eine Offensive entwickeln, um die Jugendlichen vor den Gefahren solcher Spiele‘ im Internet zu warnen,‘‘ sagt der Medienwissenschaftler Peter Nikken von der Rotterdamer Erasmus Universität. ,,Gerade Jugendliche, die in der Pubertät sind, sind besonders anfällig für solche Spiele.‘‘

Von Helmut Hetzel/RND

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