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Kölner Karneval im Schatten von Silvester

Umfangreiches Sicherheitskonzept Kölner Karneval im Schatten von Silvester

Die Ereignisse der Silvester-Nacht sollen sich an Karneval auf keinen Fall wiederholen. Andernfalls wäre der Ruf Kölns als Feier- und Ausgeh-Stadt wohl ruiniert. Die Stadt reagiert mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept.

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Die Polizei will in diesem Jahr besonders stark auf den Straßen präsent sein.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Köln. Die Karnevalstage dieses Jahr sind nach den sexuellen Angriffen auf Frauen an Silvester eine echte Bewährungsprobe für Köln. Zusammen mit Polizei, Feuerwehr und den Karnevalisten hat die Stadt ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet, das sie am Montag (1. Februar) vorstellen will.

In der Silvesternacht waren am Kölner Hauptbahnhof Frauen von Männergruppen vor allem nordafrikanischer Herkunft umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt worden. Auch Vergewaltigungen wurden zur Anzeige gebracht.

"Wir sind uns darüber im Klaren, dass diese Karnevalstage für uns die Bewährungsprobe darstellen, um zu zeigen, dass wir aus den furchtbaren Ereignissen an Silvester die Konsequenzen gezogen haben", sagte Stadtdirektor Guido Kahlen. In der Stadtverwaltung ist man sich bewusst: Würden sich die Vorfälle der Silvesternacht an Karneval auch nur im Ansatz wiederholen, wäre der Ruf Kölns als Feier- und Ausgeh-Stadt wohl erstmal ruiniert.

Die Polizei will deshalb in diesem Jahr besonders stark auf den Straßen präsent sein. Allein an Weiberfastnacht würden 2500 Polizisten im Einsatz sein, sagte ein Sprecher. Die Bundespolizei setzt zusätzliche Kräfte in Zügen und Bahnhöfen ein. Die Berufsfeuerwehr will ihr Personal auf 850 aufstocken.

Besondere Brennpunkte in der Kölner Innenstadt wie die berüchtigten Ringe werden intensiver als bisher mit Videokameras überwacht. So soll eine "Massierung gewaltbereiter Gruppen" möglichst früh erkannt werden – dorthin will man dann schnell Polizei beordern. Ein weiterer Bestandteil des neuen Sicherheitskonzepts sind ein "Security Point" für Frauen und mobile Beleuchtungsmasten, um dunkle Ecken aufzuhellen.

Die sieben Kilometer lange Strecke des Rosenmontagszuges wird dieses Jahr von mehr als 200 Helfern mit Funkgerät gesäumt, die die Lage ständig beobachten sollen. Wenn irgendwo ein Ereignis Anlass zur Sorge gibt, soll sofort die Einsatzzentrale im Rathaus informiert werden.

Gegen einige Tatverdächtige der Silvesternacht sowie gegen Leute, die im letzten Karneval unangenehm aufgefallen sind, hat die Polizei Platzverbote verhängt. Die Verbote betreffen einzelne Straßen und Plätze, die an Karneval viele Menschen anziehen – etwa Altstadt, Dom oder Hauptbahnhof. 

dpa

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