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Weitere Opfer in Lebensgefahr

Zugunglück in Bad Aibling Weitere Opfer in Lebensgefahr

Nach der Zugkatastrophe von Bad Aibling schweben weitere Opfer in akuter Lebensgefahr. Bei den Aufräumarbeiten fanden Experten die gesuchte dritte Blackbox in den Trümmern.

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Nach dem Zugunfall in Oberbayern fanden Einsatzkräfte am Freitag die dritte Blackbox.

Quelle: Peter Kneffel/dpa

Bad Aibling. "Es ist leider so, dass einige in einem kritischen Zustand sind", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Es stehe zu befürchten, dass nach dem elften Todesopfer vom Vortag noch weitere Menschen den Kampf um ihr Leben verlören. Am Mittwoch hatte es noch danach ausgesehen, dass es bei zehn Todesopfern bliebe. "Es wird keine elfte Leiche geben", sagte ein Sprecher. "Wir dürfen optimistisch sein." Am Donnerstag erlag ein 47-jähriger Mann aber seinen Verletzungen.

Ermittler werten Fahrtenschreiber aus

Bei den Aufräumarbeiten an der Unglückstelle fanden Experten die gesuchte dritte Blackbox in den Trümmern. Der Fahrtenschreiber zeichnet relevante Informationen während der Fahrt auf und soll dazu beitragen, die Ursache für das Zugunglück herauszufinden. "Die anderen beiden sind noch bei der Auswertung", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag mit Blick auf die zwei bereits sichergestellten Fahrtenschreiber.

Nach dem verheerenden Zugunglück sind die Aufräumarbeiten einen großen Schritt vorangekommen. "Die zwei Triebwagen sind jetzt voneinander getrennt, die rollfähigen Zugteile werden langsam abtransportiert", sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. "Heute wird es bis in den Abend hinein gehen, Kleinteile werden voraussichtlich morgen noch geborgen." Nach der Instandsetzung von Gleisen und Oberleitungen werde es dann noch eine Testfahrt geben, bevor die Strecke in einigen Tagen wieder freigegeben werden könne.

Ursachenforschung läuft weiter

Unterdessen läuft die Suche nach der Ursache weiter. "Wir brauchen noch mehr Puzzleteile, um das gesamte Bild sehen zu können", sagte die Polizeisprecherin. Es sei noch nicht ausgemacht, ob es sich um menschliches oder technisches Versagen handele. "Da können auch mehrere Sachen zusammenspielen", ergänzte die Sprecherin. Eine andere zuverlässige Quelle hatte der Deutschen Presse-Agentur bereits am Dienstag "menschliches Versagen" als Ursache genannt.

Am Dienstagmorgen waren auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim zwei Züge ungebremst aufeinander gerast.

dpa

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