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CDU-Parteitag in Köln hat begonnen - Wahl Merkels im Mittelpunkt

Keine Gegenkandidaten CDU-Parteitag in Köln hat begonnen - Wahl Merkels im Mittelpunkt

Angela Merkel soll heute erneut zur CDU-Vorsitzenden gewählt werden. Sie führt die Partei bereits seit über 14 Jahren. An ihrer Wiederwahl und der der fünf Stellvertreter wird nicht gezweifelt. Sie haben auch keine Gegenkandidaten. Anders sieht das beim Präsidium aus.

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Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkelauf der Bühne des Bundesparteitages der CDU in Köln.

Quelle: dpa

Köln . Der CDU-Bundesparteitag hat am Dienstag in Köln begonnen. Kanzlerin Angela Merkel stellt sich zum achten Mal zur Wahl als Vorsitzende.

Die 60-Jährige führt die CDU seit April 2000. Bei ihrer vorigen Wiederwahl hatte sie mit 97,9 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis erhalten.

Die 1001 Delegierten sollen auch über die fünf Vize-Vorsitzenden abstimmen, die wieder kandidieren. Spannend dürfte es bei der Wahl des Präsidiums werden.

Auf sieben zu vergebende Plätze kommen acht Bewerber. Am Abend soll über einen Antrag zur Wirtschaftspolitik abgestimmt werden. Darin spricht sich die CDU dafür aus, den Abbau der kalten Progression anzugehen.

 Eröffnung CDU Parteitag 11.30


Merkel ruft CDU zu neuen Reformen auf

Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat ihre Partei zu neuen Reformen aufgerufen. "Lassen Sie uns die Mutigen in diesen spannenden Zeiten sein", sagte sie am Dienstag auf dem CDU-Parteitag in Köln. Nun müsse etwa darauf geachtet werden, dass die Wirtschaft die richtigen Entfaltungsmöglichkeiten bei der Digitalisierung erhalte.

Zugleich verteidigte die Kanzlerin ihren Sparkurs und hob besonders die Verdienste von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hervor. Den Haushalt 2015, mit dem der Staat erstmals seit 46 Jahren ohne neue Schulden auskomme, nannte sie einen Zukunftshaushalt für Deutschland. Schäuble habe "mit Macht für dieses Ziel gekämpft".

Merkel attackiert SPD: Rot-Rot-Grün im Bund 2017 verhindern

CDU-Chefin Angela Merkel hat ihre Partei mit scharfen Angriffen auf die SPD aufgerufen, bei der Bundestagswahl 2017 eine rot-rot-grüne Mehrheit zu verhindern. "Nur unsere eigene Stärke, nur eine starke Union 2017 wird Rot-Rot-Grün im Bund unmöglich machen. Daran haben wir zu arbeiten", sagte die Kanzlerin bei einem CDU-Parteitag am Dienstag in Köln.

 Merkel bezeichnete die Beteiligung der SPD an der von den Linken geführten Regierung in Thüringen als Bankrotterklärung für den SPD-Gestaltungsanspruch. Dass sich die stolze linke Volkspartei in die Juniorrolle begebe, werfe die Frage auf: "Wie viel kleiner will die SPD sich eigentlich noch machen?"

Merkel schwört CDU auf Kampf gegen linke Mehrheit im Bund ein

Kanzlerin Angela Merkel hat die CDU mit scharfen Attacken gegen den Koalitionspartner SPD auf den Kampf gegen eine linke Mehrheit bei der nächsten Bundestagswahl eingeschworen. "Nur eine starke Union 2017 wird Rot-Rot-Grün im Bund unmöglich machen. Daran haben wir zu arbeiten", sagte Merkel beim CDU-Parteitag am Dienstag in Köln.

Sie nannte ausdrücklich Grüne und FDP als mögliche Partner der Union. Die Delegierten wählten die 60-Jährige mit 96,7 Prozent zum achten Mal als Parteivorsitzende - mit einem etwas schwächeren Ergebnis als vor zwei Jahren mit 97,9 Prozent.

Für Merkel, die die Partei seit April 2000 führt, stimmten 884 von 919 Delegierten. 30 votierten mit Nein, 5 enthielten sich. Die CDU wertet die Enthaltungen als ungültig. Damit können sich die Resultate verbessern. Würden die Enthaltungen mitgezählt, hätte die Zustimmung für Merkel bei 96,2 Prozent gelegen.

Ihr schlechtestes Ergebnis bekam sie 2004 mit 88,4 Prozent. Merkel bedankte sich "für das überwältigende Vertrauen". Sie versprach, gemeinsam alles zu tun, damit die CDU weiter erfolgreich bleibe.

"Manche Grüne waren es nicht. Schade drum"

Merkel warf der SPD in ihrer Parteitagsrede wegen deren Beteiligung an der von den Linken geführten Regierung in Thüringen eine «Bankrotterklärung» bei ihrem Gestaltungsanspruch vor. Dass sich die Sozialdemokraten als stolze linke Volkspartei in die Juniorrolle begäben, werfe die Frage auf: "Wie viel kleiner will die SPD sich eigentlich noch machen?"

Die CDU-Chefin hob hervor, welche Alternativen die Union als Partner hat. So setzt sie trotz der chronischen Schwäche der Liberalen weiter auf Regierungsbündnisse mit der FDP. "Sie ist und bleibt unser natürlicher Koalitionspartner." In der aktuellen Koalition mit der SPD im Bund achte die Union darauf, dass diese auf den Grundlagen der schwarz-gelben Vorgängerregierung aufbaue.

Mit Blick auf die Grünen bedauerte Merkel erneut, dass Sondierungsgespräche nach der Wahl 2013 erfolglos waren. Die Union wäre bereit gewesen, eine schwarz-grüne Koalition zu wagen. "Manche Grüne waren es nicht. Schade drum."

Die Kanzlerin rief ihre Partei auf, die Chancen von Veränderungen zu sehen. "Lassen Sie uns die Mutigen in diesen spannenden Zeiten sein", sagte sie etwa mit Blick auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Zugleich verteidigte sie die Regierungsbeschlüsse zu Verbesserungen bei der Rente für ältere Mütter und den Verzicht auf neue Schulden im Etat 2015.

Mit Blick auf eine angestrebte Regelung im Bundestag sagte Merkel: "Geschäftsmäßige Sterbehilfe kommt für uns nicht in Betracht. Auch das Sterben ist ein Teil des Lebens." Für ihre Rede bekam Merkel langen Beifall der rund 1000 Delegierten.

Der Parteitag sollte auch über die fünf Vize-Vorsitzenden abstimmen, die wieder kandidierten. Mit Spannung erwartet wurde die Wahl des Präsidiums. Für sieben Plätze bewarben sich acht Kandidaten.

Am Abend sollte über einen Antrag zur Wirtschaftspolitik abgestimmt werden, den der Vorstand erst am Vorabend auf Druck der Basis umformuliert hatte. Die CDU spricht sich darin unter anderem dafür aus, noch vor der Bundestagswahl 2017 den Abbau heimlicher Steuererhöhungen durch die kalte Progression in Angriff zu nehmen.

 

Angela Merkel soll heute erneut zur CDU-Vorsitzenden gewählt werden. Sie führt die Partei bereits seit über 14 Jahren. An ihrer Wiederwahl und der der fünf Stellvertreter wird nicht gezweifelt. Sie haben auch keine Gegenkandidaten. © dpa

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Mehr Informationen auf der Intersetseite des Parteitages koeln2014.cdu.de
 

Weitere Informationen zum CDU-Parteitag später an dieser Stelle.

dpa

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Anschläge in Paris

©dpa

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