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Gauck: Kein Deutscher hat Verständnis für Hetzer und Brandstifter

Besuch eines Flüchtlingsheims Gauck: Kein Deutscher hat Verständnis für Hetzer und Brandstifter

"Es gibt ein helles Deutschland": Angesichts der Übergriffe auf Flüchtlingsheime hat Bundespräsident Gauck die Arbeit von Freiwilligen und sozialen Diensten für Asylbewerber gewürdigt. Am Mittag will Kanzlerin Merkel die Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau besuchen.

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Quelle: Kumm/dpa

Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck hat Rechtsextremisten und Ausländerfeinde als Hetzer bezeichnet, die das weltoffene Bild Deutschlands beschädigen. Beim Besuch eines Flüchtlingsheims in Berlin zeigte er sich am Mittwoch aber überzeugt, dass sie durch die Mehrheit hilfsbereiter Menschen isoliert würden. Er lobte die vielen Freiwilligen, "die zeigen wollen, es gibt ein helles Deutschland, das hier sich leuchtend darstellt gegenüber dem Dunkeldeutschland, das wir empfinden, wenn wir von Attacken auf Asylbewerberunterkünfte oder gar fremdenfeindlichen Aktionen gegen Menschen hören".

Gauck sagte: "Es wird keinen Deutschen geben, der sich hier erlauben würde, Verständnis für diejenigen zu zeigen, die als Hetzer und Brandstifter unser Land verunzieren." Und: "Ihr repräsentiert uns nicht, und wir werden schon gar nicht dulden, dass Rechtsbrecher (...) im Ausland und im Inland für dieses Deutschland stehen, das sich heute als offenes und hilfsbereites Land darstellt."

Gauck warb um Verständnis für Behörden: "Wir können ein Landes- oder Bundesamt, das plötzlich überrollt wird von einem Massenansturm, nicht nur tadeln." Man müsse Geduld haben. Und an die Flüchtlinge gerichtet sagte er: "Es darf auch keine Anspruchshaltung entstehen." Bund, Länder und Kommunen müssten aber enger zusammenarbeiten.

Deutschland sei in der Lage, die vielen hunderttausend Menschen aufzunehmen, sagte Gauck. "Deutschland mit den starken Schultern, politisch und ökonomisch gesprochen, wird in der Lage sein, diese Herausforderungen auch zu meistern. (...) Ich darf daran erinnern, dass Deutschland in schlimmeren Zeiten, als es bettelarm war und zerstört war, viel größere Herausforderungen mit Flüchtlingsströmen meistern musste. Das sind Überforderungssituationen, die das Land dennoch gemeistert hat."

dpa

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©dpa

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