Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Gesellschaft fordert Aus für Menschenrechtsdialog mit China

Gewalt gegen Oppositionelle Gesellschaft fordert Aus für Menschenrechtsdialog mit China

Mit Blick auf zunehmende Gewalt gegen Oppositionelle in China dringt die Gesellschaft für bedrohte Völker auf eine Einstellung des Menschenrechtsdialogs mit dem asiatischen Land.

Voriger Artikel
Nato will Abwehrmaßnahmen gegen Russland auf den Weg bringen
Nächster Artikel
Ashton Carter soll US-Verteidigungsminister werden
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Menschenrechtsfragen dürften nicht länger in ein Dialogforum ausgegliedert werden, "das selten tagt und von den Regierungen beider Staaten kaum ernst genommenen wird", sagte der China-Experte der Gesellschaft Ulrich Delius, am Dienstag in Göttingen.

"Es macht keinen Sinn, einen Monolog mit einem Taubstummen zu führen, der offensichtlich kein Interesse an einer Verbesserung der Menschenrechtslage hat." Der Menschenrechtsdialog zwischen Deutschland und China war 1999 ins Leben gerufen worden und findet in der Regel einmal im Jahr statt. Die nächste Runde ist für diesen Donnerstag in Berlin angekündigt. Nach Ansicht der Göttinger Menschenrechtsorganisation ist das Forum gescheitert. Die Ergebnisse seien "so dürftig, dass eine Fortführung sinnlos erscheint".

Das Thema Menschenrechte gehöre "nicht auf die Isolierstation", sondern müsse im Zentrum der zwischenstaatlichen Beziehungen stehen. Seit dem Machtantritt von Staatspräsident Xi Jinping im 2013 habe sich die Lage der Menschenrechte in China dramatisch verschlechtert, erklärte Delius.

Die Behörden griffen immer häufiger zu repressiven Methoden wie unter dem kommunistischen Regime von Mao Zedong, der eine Herrschaft des Schreckens begründet habe. So würden inhaftierte Menschenrechtler, Journalisten und Regimekritiker noch vor ihren Gerichtsverhandlungen zu öffentlichen "Geständnissen" in staatlichen Medien gezwungen. In Schauverfahren würden inhaftierte Uiguren vor Tausenden Zuschauern in Stadien abgeurteilt.

epd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anschläge in Paris

©dpa

Die Karikatur des Tages

Zum Schmunzeln und Kopfschütteln: So sehen Karikaturisten die Welt.