Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Hat Weidel eine Asylbewerberin schwarz beschäftigt?

AfD-Spitzenkandidatin Hat Weidel eine Asylbewerberin schwarz beschäftigt?

Die Spitzenkandidaten der Partei AfD soll eine Syrerin illegal in ihrem Schweizer Wohnsitz Biel beschäftigt haben. Dies zeigen Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“. Weidel bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet die Nachricht via Twitter als Fakenews

Voriger Artikel
Eidgenossen stimmen über Verhüllungsverbot ab
Nächster Artikel
Özoguz fordert mehr Sachlichkeit im Wahlkampf

AfD-Politikerin Alice Weidel sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert.
 

Quelle: AP

Hamburg.  Die AfD-Spitzenpolitikerin Alice Weidel soll an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz für sich arbeiten lassen haben. Das berichtet die Wochenzeitung “Die Zeit“. Demnach arbeitete im Jahr 2015 eine Studentin der Islamwissenschaften für die Politikerin, danach gab diese den Job an die Frau aus Syrien weiter. Die Asylbewerberin soll laut den Recherchen im Herbst 2016 auch dabei gewesen sein, als Weidel mit ihrer Familie in eine Eigentumswohnung umzog. Das Gehalt bezahlte Weidel den Frauen bar auf die Hand, 25 Franken pro Stunde, was für Schweizer Verhältnisse üblich ist. Es gab weder einen Anstellungsvertrag, noch wurden die Frauen um Rechnungsstellung gebeten, berichtet die Wochenzeitung.

Als das Hamburger Wochenblatt um eine Stellungnahme zu der syrischen Haushaltshilfe gebeten hatte, ließ Weidels Anwalt zunächst ausrichten, dass die gesetzte Antwortfrist von einem Arbeitstag „für die Aufarbeitung zum Teil relativ komplexer rechtlicher Sachverhalte mit Blick auf die Zulässigkeit von Vergütungsregelungen“ zu kurz sei.

Weidel dementiert Angestelltenverhältnis via Twitter

Über Twitter meldete sich die Spitzenkandidatin der AfD am Mittwochabend zu Wort und bezeichnete die Vorwürfe als Fakenews. Eine Barzahlung an Haushaltshilfen sei nach dem maßgeblichen Schweizer Recht völlig legal, twitterte Weidel. Angestellte müssten lediglich gemeldet werden, wenn ihr Lohn im Jahr 750 Franken übersteige, so die Politikerin. Ein Angestelltenverhältnis habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Noch am Mittwochnachmittag teilte der Anwalt Weidels mit: „Richtig ist, dass unsere Mandantin einen freundschaftlichen Kontakt zu einer Asylbewerberin aus Syrien hat, die unserer Mandantin nahe steht. Diese Asylbewerberin war als Freundin unserer Mandantin auch im Hause unserer Mandantin zu Gast. Dass die Asylbewerberin aber im Hause unserer Mandantin angestellt wurde oder als Angestellte gearbeitet hätte oder aber dafür Lohn bekommen hätte, ist jeweils falsch.“

Alice Weidel lebt mit ihrer Lebenspartnerin, einer aus Sri Lanka stammenden Schweizerin, in Biel. Gemeinsam ziehen sie zwei Söhne groß. Öffentlich nennt die AfD-Politikerin die deutsche Ortschaft Überlingen als Wohnort. Die 38-Jährige ist neben Alexander Gauland die Spitzenkandidatin der AfD für den Bundestag.

Weidel sorgte zuletzt mehrfach für Aufregung

In den letzten Tagen stand die Politikerin mehrfach in der Kritik. Zunächst verließ sie eine ZDF-Live-Sendung vor laufenden Kameras, bevor die „Welt am Sonntag“ über eine radikale E-Mail berichtete, die Weidel im Februar 2013 verschickt haben soll. In der Mail soll Weidel den Vorwurf erhoben haben, die Regierenden zerstörten durch eine Überschwemmung mit „kulturfremden Völkern wie Arabern, Sinti und Roma“ systematisch die bürgerliche Gesellschaft, um sie als Gegengewicht auszuschalten. „Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK“. Die 38-Jährige bestritt bislang die Echtheit der Nachricht.

Von RND/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Anschläge in Paris

©dpa

Die Karikatur des Tages

Zum Schmunzeln und Kopfschütteln: So sehen Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr