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Netanjahu droht mit heftiger Gegenwehr

Konflikt mit Libanon Netanjahu droht mit heftiger Gegenwehr

Nach dem Beschuss eines israelischen Militärfahrzeugs im Grenzgebiet zum Libanon hat Regierungschef Benjamin Netanjahu mit heftiger Gegenwehr gedroht. Die libanesische Hisbollah-Miliz erklärte in Beirut, sie habe den Angriff geplant und ausgeführt.

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Die israelische Armee hatte gemeldet, eine Panzerabwehrrakete habe ein israelisches Militärfahrzeug an der Grenze zum Libanon getroffen.

Quelle: afp

Jerusalem. „Unsere Armee ist an allen Fronten bereit, mit aller Kraft auf Angriffe zu reagieren“, erklärte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Die libanesische Hisbollah-Miliz erklärte in Beirut, sie habe den Angriff geplant und ausgeführt.

Ihre Kämpfer hätten „im Gebiet der besetzten libanesischen Schebaa-Farmen einen israelischen Konvoi aus mehreren Fahrzeugen mit Raketen angegriffen“, hieß es in einer Mitteilung des „Islamischen Widerstands“, des militärisches Arms der schiitischen Hisbollah. Mehrere Wagen seien zerstört worden, „in den aus Offizieren und Soldaten bestehenden feindlichen Reihen hat es Opfer gegeben“, hieß es weiter. Es handele sich um Vergeltung für einen Luftangriff auf den syrischen Golanhöhen am 18. Januar. Bei dem Angriff, der Israel zugeschrieben wird, waren am 18. Januar ein iranischer General und mindestens sechs Hisbollah-Kämpfer getötet worden.

Die israelische Armee hatte zuvor gemeldet, eine Panzerabwehrrakete habe ein israelisches Militärfahrzeug an der Grenze zum Libanon getroffen. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass es dabei mehrere Verletzte gab. „Die Insassen wurden nach dem Treffer aus kurzer Entfernung heftig beschossen. Die israelischen Soldaten erwiderten das Feuer und haben auch Ziele auf der anderen Seite der Grenze getroffen“, berichtete diese Quelle.

Der schwere Zwischenfall ereignete sich in dem umstrittenen Grenzabschnitt der Schebaa-Farmen. Sie liegen am Westhang des Hermon-Bergmassivs. Die Lage an den Nordgrenzen Israels ist seit zehn Tagen sehr angespannt, nachdem bei einem Israel zugeschriebenen Angriff auf einen Militärkonvoi im syrisch kontrollierten Teil des Golan am 18. Januar sechs Hisbollah-Kämpfer und ein iranischer General getötet wurden.

Schon am Dienstag waren aus Syrien abgefeuerte Raketen im israelisch besetzten Gebiet der Golanhöhen eingeschlagen. Israel reagierte in der Nacht zum Mittwoch mit Luftangriffen auf syrische Armeestellungen.

afp/dpa

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