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So trauert Deutschland um Helmut Schmidt

Verstorbener Altkanzler So trauert Deutschland um Helmut Schmidt

Große Anteilnahme nach dem Tod von Helmut Schmidt: In Hamburg stehen seit dem Morgen zahlreiche Menschen an, um sich ins Kondolenzbuch für den verstorbenen Altkanzler einzutragen. Unterdessen wurde der Leichnam aus Schmidts Haus in Hamburg-Langenhorn gebracht.

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Helmut Schmidts Leichnam wurde am Vormittag aus seinem Haus in Hamburg-Langenhorn gebracht.

Quelle: dpa

Hamburg. Im Hamburger Rathaus haben sich am Vormittag zahlreiche Hamburger in ein Kondolenzbuch für den gestorbenen Altkanzler  Helmut Schmidt eingetragen. Hunderte standen im Nieselregen noch Schlange. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank verfassten in der Rathausdiele die ersten Einträge. "Die Freie und Hansestadt Hamburg wird ihrem Lotsen stets ein ehrendes Andenken bereiten", schrieb Veit in das Buch. Fegebank trug sich mit den Worten "Die Welt verliert eine Stimme der Vernunft, unsere Stadt einen geliebten Sohn", in das Buch ein. Vor einem schwarz gerahmten Porträt des am Dienstag im Alter von 96 Jahren gestorben Altkanzlers hielten beide anschließend kurz inne. Ein großer Strauß aus Gladiolen, Rosen und anderen Blumen stand dort für Helmut Schmidt.

Schmidts Leichnam wurde am Vormittag aus seinem Haus in Hamburg-Langenhorn gebracht. In einem hellen Holzsarg wurde er am Vormittag vor den Augen Dutzender Trauernder herausgetragen. Begleitet von einer Polizeieskorte und salutierenden Beamten verließ der Leichenwagen dann Schmidts Grundstück. Den ganzen Vormittag über hatten zahlreiche Menschen Blumen und Kerzen vor dem Klinkerhaus abgestellt und des Altkanzlers gedacht. Sogar eine ganze Grundschulklasse war gekommen.

Gauck ordnet Staatsakt an

In Berlin haben Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel mit Einträgen in ein Kondolenzbuch ihrer Trauer um den Altkanzler Ausdruck gegeben. Gauck ordnete zum Gedenken an den Verstorbenen einen Staatsakt an. Der Termin stand zunächst noch nicht fest.

Gauck schrieb im Kanzleramt in Berlin nach Angaben des Bundespräsidialamtes: „Dank dem Staatsmann, der seinem, unserem Land mit Weitsicht, Entschlossenheit und der Leidenschaft zur Vernunft diente. Dank dem Bürger, der uns vorlebte, daß Verantwortung der Lebensatem der Demokratie ist.“ Merkel äußerte sich „in tiefer Trauer und Respekt vor einem großen Staatsmann“. Vor einem Ölbild des Altkanzlers schrieb auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) einige Zeilen in das in der Regierungszentrale ausgelegte schwarze Buch.

Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, liegt das Kondolenzbuch bis Mittwoch nächster Woche im Kanzleramt aus. Auch im Willy-Brandt-Haus der SPD gibt es ein Kondolenzbuch zu Ehren des Sozialdemokraten. Nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ soll Schmidt in zwei bis drei Wochen bei einem Staatsakt in Hamburg gewürdigt werden.

Auch die niedersächsische SPD hat Kondolenzbücher in ihren Geschäftsstellen ausgelegt. SPD-Mitglieder, die um einen aufrechten Sozialdemokraten und großen Staatsmann trauerten, könnten auf diesem Weg Abschied von dem 96-Jährigen nehmen, teilte die SPD in Hannover mit. "Viele Menschen haben Helmut Schmidt geschätzt, ihn bewundert und verehrt", hieß es. Die Kondolenzbücher liegen in den Geschäftsstellen der SPD-Bezirke in Hannover, Braunschweig, Stade und Oldenburg aus.

dpa/frs

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Internationale Pressestimmen
Foto: Bundeskanzler a. D., Helmut Schmidt, Archivbild vom 24.08.2012 in Hamburg.

Ausländische Medien berichten über den Tod von Helmut Schmidt. Sie beschreiben den Altkanzler als "Gewissen der Nation", "leidenschaftlichen Raucher" und als Mann mit einer "großen Schnauze".

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