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USA und EU verurteilen tödliche Messerattacken von Palästinensern

Nach Anschlagsserie in Nahost USA und EU verurteilen tödliche Messerattacken von Palästinensern

Die USA und die Europäische Union haben die tödlichen Messerattacken gegen zwei Israelis verurteilt. Die Sprecherin des US-Außenministeriums Jen Psaki sagte am Montag in Washington weiter, es sei absolut entscheidend, dass alle Seiten jede mögliche Maßnahme zum Schutz von Zivilisten ergriffen und die Lage entschärften.

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Israleische polizisten eskortieren einen Krankenwagen der den pälistinensischen Nour Ab Hashye nach seiner Festnahme transportiert.

Quelle: dpa

Washington/Tel Aviv. Die EU sprach von "schrecklichen Terrortaten". In der EU-Erklärung hieß es am Montagabend weiter, man sei tief besorgt über die augenblickliche Situation, die sich mangels einer politischen Perspektive weiter verschlechtern könne.

Die politischen Führer wurden von der EU zu verantwortlichem Handeln und zu einer schnellen Deeskalation der Spannungen aufgerufen.

Palästinensische Angreifer hatten am Montag bei zwei Messerangriffen zwei Israelis getötet. In Tel Aviv wurde am Vormittag ein Soldat niedergestochen, der danach im Krankenhaus starb. Wenig später starb eine junge Israelin, als ein Palästinenser im südlichen Westjordanland auf Wartende an einer Haltestelle einstach.

Der erste tödliche Vorfall ereignete sich nahe dem Hagana-Bahnhof im Süden der Küstenmetropole. Der 18-jährige Angreifer stamme aus Nablus im nördlichen Westjordanland und halte sich illegal in Israel auf, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Verletzte war noch in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert worden. Der 20-Jährige starb jedoch an seinen schweren Stichverletzungen in der Bauchgegend.

Terror kennt keine Grenzen

In Nablus hieß es, der Angreifer sei Hamas-Mitglied. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Organisation bekannte sich jedoch nicht zu dem Anschlag. In einer Hamas-Stellungnahme hieß es nur: "Akte des Widerstandes von Menschen im Westjordanland oder in Ostjerusalem sind eine normale Reaktion auf die Verbrechen Israels".

Bei dem zweiten Anschlag wurden eine 26-jährige Israelin getötet und zwei israelische Männer verletzt. Ein israelischer Polizeisprecher sagte, der palästinensische Angreifer sei aus einem Auto ausgestiegen und habe auf Menschen eingestochen, die an einer Schnellstraße an einer Haltestelle standen. Daraufhin habe der Wachmann der nahe gelegenen Siedlung Alon Schvut auf ihn geschossen und schwer verletzt.

Zu diesem Anschlag bekannte sich die palästinensische Extremistengruppe Islamischer Dschihad (Heiliger islamischer Krieg), dessen Mitglied der Täter war. Der Vorfall ereignete sich an demselben Ort, an dem im Juni drei israelische Jugendliche entführt und später ermordet worden waren.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Montag, Terror kenne keine Grenzen. Er sagte nach Medienberichten zudem: "Jenen, die gegen den Staat Israel und für den Palästinenserstaat demonstrieren, sage ich einfach: Geht dorthin, in das Gebiet der Palästinenserbehörde (Westjordanland) oder nach Gaza."

Terroristen im Anzug

Schon vor dem Anschlag waren die Sicherheitskräfte aus Furcht vor neuen Unruhen in Israel und den Palästinensergebieten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. In den vergangenen Wochen hatten Palästinenser dreimal mit Autos Passanten gerammt. Bei Unruhen im Norden Israels töteten israelische Polizisten in der Nacht zum Samstag einen 22-jährigen israelischen Araber.

Der rechtsorientierte Wirtschaftsminister Naftali Bennett rief zu einer härteren Bestrafung palästinensischer Angreifer auf. Er bezeichnete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als "Terroristen im Anzug" und forderte, Israel müsse ihn dementsprechend behandeln.

Vor der Küste von Gaza verletzte die israelische Marine am Montag nach palästinensischen Berichten zwei Fischer und zerstörte ihr Boot. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, es handele sich um ein Schmugglerboot, das auf dem Rückweg aus Ägypten gewesen sei.

Die Insassen hätten auf Aufrufe zum Anhalten nicht reagiert. Der jüngste Gaza-Krieg, der 50 Tage dauerte, war im August mit einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zu Ende gegangen. Teil der Vereinbarung war eine Ausweitung der Fischereizone von drei auf sechs Seemeilen. Seit Ende des Gaza-Kriegs ist es vor der Küste mehrfach zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

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©dpa

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