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George Bush verteidigt Foltermethoden

Folterbericht der USA George Bush verteidigt Foltermethoden

Die USA will einen Bericht über den Umgang mit Terrorverdächtigen in CIA-Gefängnissen veröffentlichen. Während viele Politiker deswegen Terroranschläge befürchten, dankt Ex-Präsident George Bush den Beamten der CIA.

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George Bush verteidigt Foltermethoden: „Wir können uns glücklich schätzen, Männer und Frauen zu haben, die bei der CIA hart für uns arbeiten.“

Quelle: Getty Images

Washington. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush machte bereits vor der Veröffentlichung des Berichts klar, dass er hinter den damaligen Verhörbeamten steht. 

Der bislang geheime Bericht beschäftigt sich mit den „erweiterten Verhörmethoden“ des Geheimdienstes CIA unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Die 480 Seiten lange Zusammenfassung des Senat-Berichts mit 6300 Seiten sollte am Dienstag veröffentlicht werden.

„Wir können uns glücklich schätzen, Männer und Frauen zu haben, die bei der CIA hart für uns arbeiten“, sagte Bush in einem CNN-Interview. „Sie sind Patrioten, und was immer der Bericht sagt: Wenn er ihre Beiträge für unser Land herabwürdigt, dann liegt das völlig daneben.“

US-Regierung unterstütze Veröffentlichung

Das Weiße Haus befürchtet hingegen Terror-Anschläge auf Stützpunkte und Botschaften im Ausland nach der Veröffentlichung eines Berichts über CIA-Foltermethoden. Sicherheitskräfte wurden wegen eines erhöhten Anschlagrisikos in Alarmbereitschaft versetzt:

Das Verteidigungsministerium rief Kommandeure weltweit auf, Maßnahmen zum Schutz von Soldaten und Einrichtungen zu treffen, wie Heeresoberst Steve Warren sagte. Vor allem im Nahen Osten sei das Risiko laut „New Yourk Times“ erhöht.

Auch Außenminister John Kerry hatte vor gewalttätigen Ausschreitungen gewarnt. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Abgeordnetenhauses, Mike Rogers, sagte dem Sender CNN, ausländische Politiker hätten den USA mitgeteilt, die Veröffentlichung werde wahrscheinlich gewalttätige Reaktionen auslösen.

Die US-Regierung unterstütze dennoch, dass der Report öffentlich gemacht werde, erklärte der Sprecher von Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Montag. Führende Republikaner stemmten sich dagegen und warnten ebenfalls vor Ausschreitungen und Gewaltausbrüchen. Eine Veröffentlichung sei „rücksichtslos und unverantwortlich“, sagten die republikanischen Senatoren Marco Rubio und Jim Risch laut Fox News.

Obama selbst bezeichnet es als Folter

Die Praktiken sind zwar größtenteils publik geworden, doch werden weitere Details erwartet, unter anderem über Todesfälle unter Gefangenen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte. Der Report soll zu dem Schluss kommen, dass die Verhörpraktiken im Wesentlichen wirkungslos waren und die CIA Regierungsbeamte über den Erfolg des Programmes täuschten.

Zu den in geheimen CIA-Gefängnissen angewandten Methoden zählten Schlafentzug, Stresspositionen, Gefangenschaft in Kisten und Waterboarding – das simulierte Ertränken. Rechtsanwälte des Justizministeriums hatten damals entschieden, dass diese Praktiken keine Folter darstellten. Obama selbst bezeichnete jedoch die Behandlung einiger Gefangener im CIA-Gewahrsam als Folter.

In dem Bericht soll es auch um angebliche Geheimgefängnisse im Ausland gehen. Obama telefonierte in der Nacht zum Dienstag mit der polnischen Regierungschefin Ewa Kopacz. Beide Seiten hofften, dass der Bericht „die beiderseitigen Beziehungen nicht negativ beeinflusst“, erklärte die Warschauer Regierungskanzlei. Amtierende und frühere Regierungspolitiker in Polen haben die Existenz des CIA-Gefängnisses auf einem ehemaligen Militärstandort bestritten.

dpa

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©dpa

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