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„Wahlsieg von Macron-Lager wie ein Tsunami“

Presseschau: Wahl in Frankreich „Wahlsieg von Macron-Lager wie ein Tsunami“

Die Partei von Emmanuel Macron hat in der zweiten Runde der französischen Parlamentswahlen seinen Vorsprung verteidigen und einen erdrutschartigen Sieg erringen können. Die internationale Presse feiert den Wahlsieg im Präsidenten-Lager gar als einen „Tsunami“.

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Auf ein Bild, Monsieur! Emmanuel Macron hat alles im Blick.

Quelle: dpa

Paris.  

„Le Figaro“, Frankreich

„Bei zwei Wahlen und vier Wahlgängen hat die Revolution En Marche, an die niemand glauben wollte, Frankreich überrollt wie ein Tsunami. Die Linke, die Rechte, die Extremen: Alle Monumente, die seit langem unsere politische Landschaft kennzeichnen, sind überschwemmt (...) oder zumindest tief erschüttert. Auf den Trümmern dieser „alten Welt“ übernimmt eine gänzlich erneuerte politische Generation die Zügel der Legislative(...).

„Washington Post“, USA

Obwohl das Resultat nach der Wahlrunde in der Vorwoche erwartet wurde, spiegelt der Aufstieg von Macrons pro-europäischer, wirtschaftsliberaler Partei einen Wendepunkt in der modernen französischen Politik wider.“

„Guardian“, Großbritannien

Die Größenordnung Macrons absoluter Mehrheit zeigt das Ausmaß der Umwälzung in der französischen Politlandschaft, zu dem der neue Präsident in Rekordzeit imstande war.

„El Pais“, Spanien

Im Jahr des Populismus und Nationalismus, in einer Zeit, in welcher der Kapitalismus des freien Marktes und die liberale internationale Ordnung voll Skepsis betrachtet werden (...), verpflichtet sich Frankreich auf eine andere Art und Weise.“

„De Volkskrant“, Niederlande

Emmanuel Macron profiliert sich selbst als ein Mann, der in einer Revolution gegen die Welt vorzugehen wagt. Im französischen Präsidenten entfalten sich die Ideen, mit denen er am Sonntag die etablierten Parteien hinwegfegte.

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“

Die Franzosen sehnen sich nun danach, dass sich der neue Präsident, seine Regierung und die jetzt etablierte Parlamentsmehrheit an die Arbeit machen, so rasch wie möglich.

„Spiegel“

Gestützt auf diese Anhängerschaft kann Macron seine Reformagenda nun wohl unbehindert durchziehen. Seine Abgeordneten, ein Drittel davon Polit-Novizen, sind ihm treu ergeben, schließlich verdanken sie ihre Mandate vor allem ihrem jugendlichen Präsidenten.

„Tagesspiegel“

Frankreich bleibt politisch auch weiterhin in erster Linie auf den Mann an der Spitze des Staates ausgerichtet. Mit Macron ändert sich nichts an der Machtfülle des Präsidenten – im Gegenteil. Der Gründer der Bewegung „En Marche“ hat bereits erkennen lassen, wie er sein Amt ausüben will. Er möchte kein volksnaher Kumpeltyp sein wie sein Vorgänger François Hollande. Vielmehr hat er für sich das Bild eines Jupiters entworfen, der gottgleich über den Niederungen der politischen Landschaft schwebt.

Von RND/dpa

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