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Schon wieder Flucht aus Maßregelvollzug

Niedersachsen Schon wieder Flucht aus Maßregelvollzug

Aus dem niedersächsischen Maßregelvollzug ist erneut ein Straftäter geflohen. Der Mann wurde bereits nach mehreren Stunden wieder festgenommen.

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Das Landeskrankenhaus Brauel bei Zeven (Kreis Rotenburg-Wümme).

Quelle: Ingo Wagner

Hannover. Das zuständige niedersächsische Sozialministerium informierte am Montag den Rechtsausschuss des Landtags in Hannover über das erneute Entweichen eines Mannes aus der Anlage in Zeven (Kreis Rotenburg). Demnach war der 29-Jährige vergangenen Samstag von zwei Bewachern in Handfesseln in ein externes Hospital begleitet worden, teilte das Sozialministerium am Montag mit. Als ihm die Fesseln zur Behandlung abgenommen wurden, griff er einen Mitarbeiter an und floh. Am Abend konnte er wieder festgenommen werden.

Schon dreimal waren in den vergangenen sechs Wochen Fluchtversuche aus dem niedersächsischen Maßregelvollzug gelungen. Während einer bereits beendet wurde, sind nach wie vor zwei junge Männer auf freiem Fuß. Ein bereits Mitte September aus dem Maßregelvollzug in Zeven entkommener 21-jähriger Straftäter soll seit seinem Ausbruch aus dem Vollzug im Stadtteil Brauel mehrere Raubüberfälle im Nordwesten verübt haben. Allein in Oldenburg soll er drei Spielhallen und ein Geschäft überfallen haben. Als Folge aus den jüngsten Ausbrüchen werden die Sicherheitsmaßnahmen in den Anstalten verschärft.

Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) hatte betont, die Gerichte würden inzwischen auch bei schweren Straftätern wegen Suchtproblemen oder psychischen Erkrankungen eine Unterbringung im Maßregelvollzug anordnen. Insgesamt waren zum Stichtag 1. Juni in Niedersachsen 1262 Patienten im Maßregelvollzug untergebracht, etwas mehr als in den Vorjahren. Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Menschen untergebracht, die schwere Straftaten verübt haben. Weil sie aber nur als eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig eingestuft wurden, kommen sie nicht in ein Gefängnis, sondern in den Maßregelvollzug. Ziel der Unterbringung ist es zum einen, die Allgemeinheit zu schützen, und zum anderen, die Patienten zu heilen oder ihren Zustand so weit zu bessern, dass sie nicht mehr gefährlich sind.

dpa/frs

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