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Göttinger gedenken Pariser Terror-Opfern

„Das ist ein Kriegsakt“ Göttinger gedenken Pariser Terror-Opfern

In einer weitgehend stillen Feier haben gut 150 Göttinger Bürger am Montagnachmittag der Opfer der Anschläge in Paris gedacht. Das Gedenken am Gänseliesel sollte auch die Solidarität der Göttinger mit der Pariser Bevölkerung und ganz Frankreich ausdrücken.

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Quelle: Vetter

Göttingen. In die Trikolore gehüllt war das Gänseliesel, als sich die Menschen nach einem Spontanaufruf gegen 15 Uhr vor dem Alten Rathaus einfanden. Kerzen und Blumensträuße um das Göttinger Wahrzeichen sorgten für eine feierliche Atmosphäre. Für die Stadt Göttingen legte Bürgermeister Wilhelm Gerhardy als Zeichen der Trauer und des Respekts von den Gegöteten ein Blumenbesteck nieder. Die Anschläge hätten nicht einzelne Personen und keine einzelne Stadt, sondern ganz Frankreich und ganz Europa treffen sollen, sagte Gerhardy, der dann zu einer stillen Gedenkminute aufrief.

 
Die Feier sei als „ein ganz starkes Signal an Frankreich und an unsere französischen Freunde“ gedacht, denen Göttingen zeigen wolle, „wir trauern mit euch und stehen an eurer Seite“, sie stünden an ihrer Seite, erklärte Christa Neifeind, Initiatorin der Feier und Vorsitzende der Göttinger Gesellschaft für Deutsch-Französische Freundschaft. Sie wisse, dass dieses Signal von den auf so schreckliche Weise Betroffenen als wohltuend und trostreich empfunden werde.

 
Die konzentrierten Anschläge vom Freitagabend hätten ganz Europa gegolten, „sowohl unserer freiheitlichen Ordnung als auch unserer ganz persönlichen Freiheit“, betonte Neifeind. Getroffen worde sei auch die Freiheit der jungen Leute, die ihr Leben bei einem Rockkonzert genießen wollten und von Leuten umgebracht worden seien, die eben diese Freiheit auslöschen wollten.   

 
Neben Göttinger Bürgern nahmen auch Landrat Bernhard Reuter und andere Personen des öffentlichen Lebens an der kurzen Gedenkfeier teil. Aber auch einige junge Leute mit ausländischen Wurzeln.

 

Weitere Informationen zu den Anschlägen von Paris finden Sie in unserem Themendossier.

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Anschläge in Paris

©dpa

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