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Neue Ausgabe von Charlie-Hebdo mit Mohammed-Zeichnung

Alles ist vergeben Neue Ausgabe von Charlie-Hebdo mit Mohammed-Zeichnung

Eine neue Mohammed-Zeichnung auf dem Titel und drei Millionen Exemplare Druckauflage: Das Satiremagazin Charlie Hebdo will am Mittwoch beweisen, dass es sich vom Terror nicht kleinkriegen lässt. Alles ist vergeben steht groß auf dem neuen Titel.

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Titel des Satiremagazins Charlie Hebdo vom nächsten Mittwoch.

Quelle: dpa

Paris. Eine Woche nach dem islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" erscheint an diesem Mittwoch die neue Ausgabe der Zeitschrift in einer Rekordauflage von drei Millionen Exemplaren.

Das am Montagabend vorab veröffentlichte Titelbild zeigt eine Zeichnung des Propheten Mohammed, der trauernd ein Schild mit der Aufschrift "Je suis Charlie" (deutsch: Ich bin Charlie) in den Händen hält. Über der Zeichnung steht in großen Buchstaben "Tout est pardonné" (deutsch: Alles ist vergeben).

Die erste Ausgabe nach dem Attentat entstand in den Räumen der Tageszeitung "Libération" in Paris, die wie andere französische Medien den Überlebenden des Anschlags auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" Unterstützung zugesagt hatte. Der Kolumnist des Magazins, Patrick Pelloux, hatte bereits einen Tag nach dem Anschlag mit zwölf Toten ein neues Heft des religionskritischen Blattes angekündigt. "Charlie Hebdo" erschien gewöhnlich mit rund 60 000 Exemplaren, von denen etwa die Hälfte verkauft wurde.

Als Hintergrund des Terroranschlags gelten die früheren islamkritischen Mohammed-Karikaturen des Blattes. Nach den Glaubensvorstellungen von Muslimen sollen weder Gott noch Mohammed oder andere Propheten bildlich dargestellt werden. Das hängt mit dem Verbot der Anbetung von Götzen zusammen.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland leitet dies auf seinem Informationsportal " islam.de" aus dem wichtigsten Gebot des Islams her: "Es gibt keine Gottheit außer Gott." Ein ausdrückliches Bilderverbot enthält der Koran nicht, dennoch setzte es sich im Islam durch. Konservativen Muslimen gelten Darstellungen Mohammeds als Beleidigung der Religion.

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©dpa

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