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ICE soll fit für 45 Grad sein

Nach Hitzechaos ICE soll fit für 45 Grad sein

Nach dem Hitzechaos der vergangenen Tage zieht die Bahn technische Konsequenzen: In den neuen Zügen der Baureihe ICEx sollen Klimaanlagen eingebaut werden, die auch bei Außentemperaturen von bis zu 45 Grad störungsfrei arbeiten.

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Quelle: dpa

Auch bei der bevorstehenden Generalüberholung der bis zu 15 Jahre alten Züge vom Typ ICE 2 soll die neue Klimatechnik eingebaut werden, gab die Deutsche Bahn am Freitag bekannt. Bisher war die Kühltechnik in den Waggons, wie diese Zeitung berichtete, nur bis zu einer Außentemperatur von 32 Grad voll leistungsfähig. Angesichts der aktuellen Sommerhitze waren deutschlandweit mehr als 40 ICE wegen völlig überhitzter Waggons ausgefallen.

Nach der Pannenserie hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für kommenden Dienstag ein Spitzentreffen einberufen. Teilnehmen wird Bahnchef Rüdiger Grube und die Verkehrsexperten der Fraktionen im Bundestag. Die SPD forderte am Freitag erneut, auch eine Sondersitzung des Bahnaufsichtsrates einzuberufen. Das Kontrollgremium tagt regulär erst wieder im September.

Unterdessen ging der Streit um mangelnde Wartung bei der Bahn weiter. Grube beteuerte am Freitag, es habe keinen Sparkurs in der Sparte Fernverkehr gegeben. Allein für die Züge dieses Geschäftsbereiches seien die Materialausgaben seit 2004 von 298 Millionen Euro auf 405 Millionen Euro 2009 gestiegen; die für Personal kletterten laut Bahnchef im gleichen Zeitraum von 84 auf 96 Millionen Euro. Die Verkehrsexperten der Opposition im Bundestag hielten Grube dennoch vor, zu sehr auf den Börsengang fixiert zu sein. „Jetzt muss der Schalter umgelegt und endlich Qualität im Interesse des Kunden geliefert werden“, sagte Uwe Beckmeyer (SPD) im Gespräch mit dieser Zeitung. „Letztlich muss das Bahnsystem auf die Wünsche des Reisenden umgestellt werden, nicht auf die Rendite“, erklärte Anton Hofreiter (Grüne). Er verlangte zudem, dass die Bahn nicht länger 500 Millionen Euro jährlich an den Bund abliefern muss.

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