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100 Teilnehmer bei der SambaXP-Konferenz in Göttingen

Jeder nutzt es, keiner kennt es 100 Teilnehmer bei der SambaXP-Konferenz in Göttingen

Einmal in jedem Frühjahr kommen hochspezialisierte Softwareentwickler von Microsoft, IBM, Apple, Amazon und vielen anderen nach Göttingen – dieses Jahr bereits zum vierzehnten Mal. Ihr Ziel: die SambaXP-Konferenz.

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Einmal in jedem Frühjahr kommen hochspezialisierte Softwareentwickler von Microsoft, IBM, Apple, Amazon und vielen anderen nach Göttingen – ihr Ziel: die SambaXP-Konferenz.

Quelle: EF

Göttingen. „Wir hatten etwa 100 Teilnehmer, davon ein Viertel aus Deutschland und die übrigen aus aller Welt. Zwar gibt es einen Schwerpunkt auf den USA, aber wir hatten auch selbst aus Australien Anreisen“, sagt Dr. Johannes Loxen, Geschäftsführer des Göttinger IT-Dienstleisters SerNet, der die Konferenz alljährlich organisiert; gesponsort wird sie von IBM, Microsoft, Google, Zentyal und SerNet.

Vom 19. bis zum 21. Mai trafen sich die Experten, um über die Entwicklung von Samba zu sprechen – einer Open Source Software, die sozusagen die Kommunikation zwischen verschiedenen Computern managt. Als „Klassentreffen der Entwickler“ bezeichnet Loxen die Tagung, denn hier kommen alle zusammen, die mit Samba arbeiten, aber im Geschäftsleben durchaus Konkurrenten sind. Doch liegt es im Wesen von Open Source, dass jeder die Software verändern und sie auf seine speziellen Bedürfnisse anpassen kann. Umso wichtiger, sich regelmäßig über die Interessensgrenzen hinweg auszutauschen und über die grundlegende Entwicklung von Samba zu diskutieren – was jährlich auf zwei Konferenzen geschieht, in Göttingen und dem kalifornischen Santa Clara im Herbst.

Johannes Loxen vergleicht Samba mit einem Café, in dem sich Sprecher verschiedenster Sprachen treffen – wollen sie sich bei einem freundlichen Schnack austauschen, müssen sie sich auf eine Sprache einigen oder sie brauchen einen Übersetzer. „Sie haben Geräte unterschiedlicher Hersteller und unterschiedliche Betriebssysteme“, beschreibt Loxen. „Wenn nun zwei Computer Daten austauschen, machen sie das über Schnittstellen im Netzwerk, über Datenprotokolle, die das erlauben.“ Das hat zur Konsequenz, dass egal ob Windows, Mac oder Linux alle dasselbe Datenprotokoll verstehen können müssen, damit das klappt. „Daher geht es auf der Konferenz darum, dass sich die Hersteller einigen, in welcher Sprache sie miteinander sprechen wollen. Manchmal kann aber eine Gruppe von Rechnern nur die eine Sprache und dann muss man dazwischen übersetzen. Da ist Open Source praktisch, weil man die gut anpassen kann.“ Verständigung über alle Rechner-, Endgeräte- und Softwarevölker hinweg, quasi. Zukünftig wird auch der Bereich der Mediengeräte – Fernseher – in den Blick genommen werden.

Bei SerNet hat man sich weltweit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Samba-Entwicklung erarbeitet – durch 18 Jahre Entwicklertätigkeit. „Wir produzieren geschätzt ein Viertel bis ein Drittel des weltweiten Quellcodes über unsere Entwickler“, sagt Loxen. „Der Rest kommt von Google, Amazon, IBM, Apple etc.“ Etwa 20 Prozent seines Umsatzes macht Sernet mit Samba, der Löwenanteil kommt hingegen aus der Arbeit mit Internet-Sicherheit – hier arbeitet man auch direkt mit Behörden wie dem Kanzleramt zusammen.

Insgesamt sieht Loxen das Interesse an Open Source Software deutlich zunehmen – eine wesentliche Ursache ist der NSA-Skandal. Amerikanische Hersteller wie Microsoft können von der US-Regierung gezwungen werden, Hintertüren in ihre Programme einzubauen, über die Rechner ausspioniert werden können. Gleichzeitig sind sie zum Schweigen verpflichtet, was das Misstrauen noch verstärkt. „Bei Open Source Software können wir hingegen nachweisen, dass keine Hintertüren eingebaut wurde“, betont Loxen.

Gerade im Open Source Bereich hat sich der Standort Göttingen ein gewisses Renommee erarbeitet, sei es über SerNet oder das universitäre Rechenzentrum GWDG. Die Crux ist nur: Es handelt sich um unsichtbare Infrastrukturkompetenz – wenig sexy und nicht zum Anfassen wie ein iPhone. Und dennoch um einiges unerlässlicher.

Von Sven Grünewald

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