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150 Jahre zwangsorganisiertes Unternehmertum

Industrie- und Handelskammer Hannover feiert in Göttingen 150 Jahre zwangsorganisiertes Unternehmertum

150 Jahre Geschichte, sechstgrößte der 79 deutschen IHKs: Die IHK Hannover blickt auf eine bewegte Historie zurück - und sieht sich heute gleichermaßen gefordert durch Demografie und Fachkräftemangel. Das machte Hauptgeschäftsführer Horst Schrage auf einer Jubiläumsfeier in Göttingen deutlich.

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Foto: Michael Mehle

Quelle: r

Göttingen. In der jüngeren Vergangenheit seien es der Mauerfall oder die Expo gewesen, in denen die IHK stark eingebunden war. „Heute haben die Themen Arbeitsmarkt und berufliche Bildung einen enormen Stellenwert bekommen, der vor 20 Jahren noch nicht absehbar war“, sagte Schrage. Man müsse sich zunehmend stärker um Auszubildende kümmern und sich in Richtung Schulen sowie der Hochschulen öffnen und präsenter machen.

Flüchtlinge seien zudem eine gesellschaftliche Aufgabe, „für die wir uns sehr anstrengen müssen“. Schrage warnte vor voreiligem Aktionismus und betonte, dass die Sprachqualifikation das A und O sei, um Migranten in die Wirtschaft zu integrieren. „Das wird ein langer Weg werden, den wir Schritt für Schritt gehen müssen, damit die Unternehmen auch die Lust behalten, mitzumachen.“

Die IHK sei zudem „eine Organisation, die von Unternehmen getragen wird. Das soll auch so bleiben.“ Der Dank für die Leistungen gebühre daher zwar auch den etwa 180 festangestellten Mitarbeitern der IHK, aber insbesondere den rund 7000 Ehrenamtlichen, die sich vor allem im Ausbildungswesen sehr engagieren würden. Daher, so kündigte Schrage schon einmal an, sollten alle Ehrenamtlichen am 12. September nach Hannover zum großen IHK-Sommerfest eingeladen werden.

Man habe zudem eine stärkere regionale Verankerung erreicht, gleichwohl gebe es aber auch bei diesem Thema noch viel zu tun. Denn Kritik an der IHK kommt regelmäßig von Unternehmen selbst und richtet sich gegen die Zwangsmitgliedschaft in der IHK. Für Südniedersachsen zog Birgitt Witter-Wirsam, Vorsitzende des IHK-Wirtschaftsausschusses Göttingen, ein positives Fazit, denn „Südniedersachsen rückt zusammen“, das sehe man an den anwesenden Teilnehmern. Zur Jubiläumsfeier waren auch die Wirtschaftsausschüsse Osterode und Northeim gekommen, insgesamt nahmen über 100 Gäste an der Feier in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz teil.

Vor den Wirtschaftsvertretern präsentierte zum Abschluss der Veranstaltung Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel ihre Pläne für das „Forum Wissen“, das mit seiner einmaligen Konzeption für die Region Besucherattraktion und identitätsstiftend sein solle. Davon profitierten alle und also auch die Unternehmer, die bei der zukünftigen Fachkräftegewinnung auf eine attraktive Region angewiesen seien. Noch seien knapp zwei Mio. Euro der Baukosten offen und Beisiegel hoffe, dass sich auch aus Unternehmenskreisen Unterstützer finden.

Die IHK Göttingen

Klaus Pohlmann von der IHK gab in seinem Jubiläumsvortrag interessante Einblicke in die regionale IHK-Geschichte. Noch im Königreich Hannover wurden durch königliches Dekret flächendeckend Handelskammern gegründet – dies geschah von Süd nach Nord, so dass die Kammern in Göttingen, Hildesheim, Osterode und Goslar die ersten waren, die 1866 gegründet wurden. Göttinger Gründungspräsident: Louis Laporte, Vorfahr von Susanne Heller des Göttinger Traditionsgeschäfts Betten Heller.

1931 schlossen sich Hildesheim, Goslar und Göttingen zu einer IHK zusammen – nach akribischer und streng vertraulicher Vorarbeit, damit sich der große IHK-Nachbar Hannover nicht einmischte. 1973 erfolgte dann die bundesweit vielbeachtete „Liebesheirat“ zwischen Hildesheim und Hannover, aus der die heutige IHK Hannover hervorging.

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