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16. Forum der Ideen auf Schloss Berlepsch

Veranstaltung der Landkreise Göttingen und Werra-Meißner 16. Forum der Ideen auf Schloss Berlepsch

Etwa 100 Unternehmer aus Göttingen und dem Werra-Meißner-Kreis sind der Einladung der Wirtschaftsförderungen beider Landkreise gefolgt, am Forum der Ideen auf Schloss Berlepsch teilzunehmen. Es war das 16. seiner Art und die dritte Gemeinschaftsaktion der Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH (WRG) und der Wirtschaftsförderung des Werra-Meißner-Kreises (WFG).

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Ideenforum mit Kennenlernaktionen auf Schloss Berlepsch.

Quelle: EF

Witzenhausen. „Wenn es sich ergibt, dann veranstalten wir das Forum auch gemeinsam“, sagt Anja Kunath von der WRG. Hintergrund ist, dass auch im Werra-Meißner-Kreis für einige Jahre ein Innovationspreis verliehen wurde. Das Forum der Ideen richtet sich genau an diesen Unternehmerkreis – alle ehemaligen und aktuellen Teilnehmer der Innovationspreise. Dass das Ideenforum einen Nerv trifft, zeigt die hohe Teilnehmerzahl, denn nach inzwischen dreizehn Jahren Innovationspreis sind geschätzt über 800 Unternehmer angesprochen.

 
Bislang fand das Ideenforum in aller Regel im Frühjahr und und Herbst statt, dieses Jahr wurde es zum ersten Mal in den Sommer gelegt, damit auch die Ende Mai geschlossene Bewerbergruppe des diesjährigen Innovationspreises teilnehmen konnte. „Eines der vorrangigen Ziele, die wir mit dem Ideenforum verfolgen, ist, dass sich die Teilnehmer untereinander austauschen und vernetzen können“, so Anja Kunath. Deswegen gab es auch zu Anfang des Forums und passend zum  mittelalterlichen Ambiente des Schlosses gruppenbildende Maßnahmen wie Axtwerfen, Bogenschießen oder Hindernisklettern.

 
Im anschließenden Vortragsteil referierte Dr. Kerstin Gernig, Business-Coach aus Berlin, unter dem Titel „Mit Wagemut zur Innovation“ darüber, wie Ideen entstehen und erfolgreich umgesetzt werden können. Gerning hat sich selbst mit Ende 40 selbstständig gemacht. Ihr Vortrag beruhte auf ihrem Buch „Werde, was du kannst! Wie man ein ungewöhnlicher Unternehmer wird“, in welchem sie Menschen portraitiert, die sich selbst selbstständig gemacht haben, also Neu-Unternehmer.

 
„Von diesen habe ich mir zwei herausgegriffen“, sagt Gernig. Einer davon war Matti Niebelschütz, Gründer des Parfum-Kompositeurs www.myparfum.de. „Würden Sie ein Parfum online bestellen, das Sie nicht vorher riechen können, habe ich die Anwesenden gefragt. Kaum einer hat sich gemeldet.“ Und doch funktioniert die Idee, da sich jeder Kunde sein Parfum individuell komponieren kann – über zahlreiche Zwischenschritte. „Das Interessante ist, dass er den Trend zur Individualisierung genutzt hat. Der Kunde wird selbst zum Produzenten.“

 
Die Botschaft Gernigs lautete: „Es geht darum, querzudenken  und sich auch zu fragen, was die Digitalisierung für das eigene Unternehmen für Folgen haben kann. Ich halte es auch für wichtig, dass die Generationen zusammen in Innovationen hineingehen.“

 

Von Sven Grünewald

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