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650 Zeiss-Demonstranten klagen in Göttingen Management an

Demonstration 650 Zeiss-Demonstranten klagen in Göttingen Management an

An der ersten großen Demonstration gegen den Stellenabbau im Göttinger Zeiss-Werk haben nach Veranstalterangaben rund 650 Demonstranten teilgenommen. Sie machten ihrem Ärger über die Entscheidung zum Stellenabbau Luft, mit der Mitarbeiter für Managementfehler haften müssten.

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Rund 650 Menschen haben an der Demonstration gegen den Stellenabbau bei Zeiss in Göttingen teilgenommen.

Quelle: Heller

Göttingen. Hintergrund ist die Entscheidung Carl Zeiss AG, den Unternehmensbereich „Microscopy“ umzustrukturieren.

Im Zuge dessen soll die Mitarbeiterzahl des Göttinger Zeiss-Standorts von aktuell 694 auf 240 sinken. Die Geschäftführung der Mikroskopie-Sparte will damit auf die sich verschlechternde Position von Zeiss am Weltmarkt reagieren.

Auf Seiten des Betriebsrates fand man für diese Strategie deutliche Worte. „Die Verantwortlichen sind größenwahnsinnig geworden“, so Betriebsratsvorsitzender Torsten Dreyer. Man habe Milliardengewinne einfahren wollen und in Prestige- und Nischenprodukte investiert, das Brot- und Buttergeschäft sei hingegen vernachlässigt worden. Für diese Managementfehler sollten nun die Mitarbeiter bestraft werden.

Stellvertretend für die Fraktionen des Göttinger Stadtrates gaben Vertreter von Die Linke, SPD und CDU Solidaritätsbekundungen ab, eine Resolution des Stadtrates sei für Mitte November zu erwarten.

Landtagsabgeordneter Ronald Schminke (SPD) hielt die Zeiss-Ankündigung, den Konzernumbau zeitlich gestreckt und mit Augenmaß durchzuführen, für zynisch und „eine echte Sauerei“ angesichts der Dimension von 450 Mitarbeitern, hinter denen jeweils noch Familien stehen. „Von der gegenwärtigen Führung wurde uns bestätigt, dass zu aufwändige Entscheidungsstrukturen die Wege unerträglich lang und teuer gemacht hätten.“ Der Betriebsrat kritisiere dieses Problem jedoch schon seit Jahren, ohne im geringsten Gehör zu finden. „Wieso ist da nichts passiert?“, so Schminke.

Inzwischen hat der Betriebsrat über 10000 Unterschriften gegen den Umbau gesammelt. Demnächst sollen sie der Geschäftsführung übergeben werden. In den nächsten Wochen seien zudem konkrete Gespräche mit der Geschäftsführung geplant, wie diese sich den Mikroskopie-Umbau konkret vorstellt. An einem eigenen Betriebsratkonzept werde derweil ebenfalls gearbeitet.

Von Sven Grünewald

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