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Arbeitslosigkeit steigt auf 6 Prozent

Agenturbezirk Göttingen Arbeitslosigkeit steigt auf 6 Prozent

Bei der Agentur für Arbeit beobachtet man im Monat Juli regelmäßig, dass die Zahl der Arbeitslosen ein paar Prozente in die Höhe klettert. So stieg auch in diesem Jahr im Agenturbezirk Göttingen die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 3,2 Prozent beziehungsweise um 446 auf insgesamt 14 333.

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Quelle: GT

Göttingen. Damit liegt die Arbeitslosenquote in der Region derzeit bei sechs Prozent. Bemerkenswert ist die Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit. Insgesamt waren 1717 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos, 304 (21,5 Prozent) mehr als im Juni. Gegenüber dem Vorjahreswert stieg die Zahl um 22 beziehungsweise um 1,3 Prozent.

Kaum Veränderung im Landkreis Göttingen

„Im Juli spiegelte sich in den zum Agenturbezirk Göttingen gehörenden Landkreisen Northeim und Göttingen die saisonal übliche Entwicklung in einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Monat Juni wider“, heißt es in einer Mitteilung von der Arbeitsagentur. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Northeim, während sie im Landkreis Göttingen stagnierte. Insgesamt waren im Landkreis Northeim im vergangenen Monat 4120 Menschen arbeitslos gemeldet, 175 oder 4,4 Prozent mehr als im Juli 2016. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl jedoch um 262 beziehungsweise um sechs Prozent. Die Arbeitslosenquote für den Monat Juli beträgt für den Landkreis Northeim 5,9 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Göttingen sank im Vergleich zum Juli 2016 lediglich um 0,1 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Hier waren im Juli 10 213 Menschen bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das waren 271 beziehungsweise 2,7 Prozent mehr als im Juni und 69 beziehungsweise 0,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Überwiegend junge Menschen meldeten sich arbeitslos. Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, erläutert den üblichen Ausschlag der Arbeitslosenzahlen in den Sommermonaten. „Die Monate Juli und August weisen die höchsten Bewegungsdaten auf“, so Gläser. Das heißt Jobcenter und Arbeitsagentur verzeichnen im Jahresverlauf in diesen Monaten die höchste Zahl der Zugänge und Abgänge in und aus Arbeit, Ausbildung, Maßnahmen et cetera. „Hier spielt zum einen die Arbeitslosmeldung von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen eine Rolle“, ergänzt Gläser. Zum anderen würden zum Halbjahresende viele Verträge auslaufen, was sich statistisch erst im Juli bemerkbar mache, so die Begründung. Zudem würden sich urlaubsbedingt geplante Einstellungen in den Betrieben etwas hinziehen oder auf das Ende der Ferienzeit verschoben.

1200 Stellen länger als drei Monate unbesetzt

Trotz der höheren Arbeitlosigkeit ist das Stellenangebot ungebrochen hoch. Im zurückliegenden Monat meldeten Wirtschaft und Verwaltung 1695 Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit Göttingen, 379 beziehungsweise 28,8 Prozent mehr als im Juni und 449 beziehungsweise 36,0 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Schwierigkeit im Besetzungsverfahren bildet jedoch eine andere Zahl ab, die des Stellenbestandes. Mit 4413 Arbeitsofferten kletterte der Bestand auf ein Allzeithoch. Mit knapp 800 Stellen lag er über dem Juli-Wert 2016 und rund 460 über dem Angebot im Juni. Dass die Besetzungsschwierigkeiten kein „Sommerloch-Phänomen“ sind, lasse sich daran erkennen, dass über 1200 Stellen schon länger als drei Monate auf einen entsprechenden Bewerber oder eine geeignete Bewerberin warten.
Während die ersten Auszubildenden am 1. August ihre Lehrzeit beginnen, warten andere weiterhin auf die Zusage eines Ausbildungsbetriebes. Im Juli waren noch 682 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle. Demgegenüber waren 882 Ausbildungsstellen noch nicht abschließend besetzt. Rein statistisch kommen auf einen unversorgten Ausbildungsbewerber 1,3 offene Ausbildungsstellen. Doch Angebot und Nachfrage klaffen auseinander: Während bei den unversorgten Ausbildungssuchenden insbesondere kaufmännische Berufe auf dem Wunschzettel stehen, suchen laut Arbeitsagentur vor allem Unternehmen im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Lebensmittelhandwerk Auszubildende. Allerdings gebe es in nahezu allen Berufen weiterhin unbesetzte Ausbildungsstellen.
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Diese betrug nach vorläufigen Angaben im Juli 19 240. Damit stieg der Wert um 340 oder 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Von Bernard Marks

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