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„7 Cent ist kümmerlich“

Hauptversammlung der Einbecker Brauhaus AG „7 Cent ist kümmerlich“

Streit ums Geld: Weil die Einbecker Brauhaus AG gute wirtschaftliche Zahlen präsentiert, wollen Aktionäre mehr Dividende. Ein Gegenantrag für die Hauptversammlung am 22. Juni soll diesen Wunsch unterstreichen.

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Auf der Hauptversammlung der Einbecker Brauhaus AG dürfte es Streit um die Dividende geben.

Quelle: Wenzel/Archiv

Einbeck. „Starkbierrendite statt Dünnbierrendite“, formuliert Bernd Günther, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Idunahall Verwaltungs GmbH und ehemals im Aufsichtsrat des Göttinger Brauhauses, plakativ, was er von einer Dividende erwartet. Die vom Aufsichtsrat und Vorstand der Einbecker Brauhaus AG vorgeschlagene Ausschüttung ist ihm nicht genug angesichts der „erfreulichen Entwicklung“ des Bierbrauers. „Das Unternehmen hat hervorragende Bilanzrelationen und eine hohe Eigenkapitalquote. Sieben Cent ist kümmerlich.“ Diese sieben Cent sollen auf die dividendenberechtigten Stückaktien ausgeschüttet werden – insgesamt knapp 2,73 Millionen Stück, was einer Ausschüttungssumme von rund 191.000 Euro entspricht. Der Bilanzgewinn 2015 beträgt knapp 313.000 Euro.

Kritik übt Günther in seinem Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt sieben daran, dass der Vorstand ermächtigt werden soll, neue Schuldverschreibungen zur Kapitalerhöhung ausgeben zu dürfen, die später in Aktien umwandelbar sind. Stattdessen seien die Zinsen am Kapitalmarkt so niedrig, dass darüber günstige Kredite zur Finanzierung aufgenommen werden könnten.

Vorstandssprecher Lothar Gauß wollte die Kritik nicht „über die Presse kommentieren“. Er verwies jedoch darauf, dass es „um Finanzinstrumente geht, die auch in den Dax-Konzernen zu finden sind“. 2011 wurde der Vorstand zuletzt ermächtigt, entsprechende Schuldverschreibungen auszugeben. Es wurden dann auch Genussrechte in Höhe von 500.000 Euro ausgegeben, die 2014 in Aktien umgewandelt wurden.

Nur, je mehr dividendenberechtigte Aktien, desto unwahrscheinlicher eine höhere Dividende pro Aktie – der Kuchen wird nicht größer, aber es gibt mehr Stücke. Günther stört, dass die Gesellschaft „seit Jahren nur eine jämmerliche Dividende“ zahle. „Für Kapitalerhöhungsmaßnahmen“, wie sie der Vorstand anstrebt, „ist eine angemessene Dividende von 30 oder 40 Cent erforderlich“, so Günther.

Der Tagesordnungspunkt werde vermutlich nicht durchgehen, so Günther, „weil sich viele Aktionäre dem anschließen werden“. Er habe bereits Zustimmung von anderen Aktionären erhalten und fordert Aktionäre auf, ihre Stimmrechte der Idunahall zu übertragen, so sie dem Gegenantrag zustimmen, aber selbst nicht zur Hauptversammlung kommen können. sg

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