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Aldi-Azubi führen Filiale alleinverantwortlich

Einzelhandelskette sucht nach künftigen Führungskräften Aldi-Azubi führen Filiale alleinverantwortlich

Einen Tag lang Chef sein, das dürfen die 15 besten Auszubildenden des Aldi-Bezirks Münden beim Azubi-Camp in Rosdorf. Bis Sonnabend managen die angehenden Einzelhändler, die in einigen der 84 Verkaufsstellen Nordhessens und Südniedersachsens lernen, die Filiale im Rischenweg 15.

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Chef für einen Tag: Noch bis Sonnabend leiten Auszubildende die Aldi-Filiale im Rischenweg.

Quelle: CH

Rosdorf. i sein zu dürfen“, meint Franziska Müller (21), die sonst in Fritzlar arbeitet. An die 60 junge Menschen absolvieren im Aldi-Bezirk Münden ihre Ausbildung. Diejenigen mit den besten Leistungen im Betrieb und in der Berufsschule hat Bezirkleiter Jens Hübscher-Haselböck für den Einsatz in Rosdorf ausgewählt.

Zwei Teilnehmer, darunter Natalia Urbach (24), absolvieren bei Aldi und der Berufsakademie ein duales Studium der Betriebswirtschaft. Alle wurden in Vorfeld von ihren jeweiligen Marktleitern gezielt auf den Führungseinsatz vorbereitet. Jeweils einer der Auszubildenden ist Chef des Tages. Er bestellt dann zwei, drei Mal am Tag die Ware. Zwischen 1000 und 1200 Artikel hat Aldi im Sortiment. Der Chef ordert das Wechselgeld für die Kassen. Er nimmt die Ware an, die der Markt mit seinen 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche täglich mit dem Lkw angeliefert bekommt.

Er überprüft, ob alles dabei ist. Er organisiert die Abläufe und teilt seine Kollegen, von denen die Hälfte für die Dauer des Projekts in einem Hotel in Göttingen wohnt, ein. Sie verräumen dann etwa die Produkte oder sitzen an der Kasse. Der Chef bestimmt, wer wann Pause macht. Zudem sitzt er im Büro und erledigt die dort anfallenden Aufgaben. „Bei den Camp-Teilnehmern können wir uns vorstellen, dass sie später einmal selbst einen Markt leiten“, erklärt Hübscher-Haselböck.

Dazu müssten sich die 18- bis 24-Jährigen allerdings noch bewähren.  „Diese Chance spornt mich an“, sagt Müller. Und Abdulkadir Demir (21), der in Göttingen lernt, ergänzt: „Es macht Spaß, einmal nur mit Gleichaltrigen eine Filiale zu führen.“ Die Erfahreneren könnten den anderen Dinge beibringen und selbst viel lernen, so Demir.

Die jungen Menschen sind in Rosdorf nicht ganz auf sich gestellt. Filialleiterin Katrin Deuse oder eine ihrer beiden Vertreterinnen, Heike Hoffmann und Franziska Birnbaum, sind im Hintergrund anwesend. Sie helfen bei Fragen. „Wir haben in diesen Tagen Zeit, Dinge abzuarbeiten, die liegen geblieben sind“, meint Deuse.

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