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Nothilfe für betroffene Unternehmen gefordert

Sperrung der Rheintalstrecke Nothilfe für betroffene Unternehmen gefordert

Angesichts der andauernden Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt in Baden-Württemberg sind viele Unternehmen betroffen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) finanzielle Hilfe. Auch das Göttinger Unternehmen Novelis wird über diese Trasse mit Aluminium beliefert.

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Ein Zugwagen von Novelis in Göttingen mit Aluminium aus dem Novelis-Werk in der Schweiz.

Quelle: r

Göttingen. „Der Güterverkehr der Novelis zwischen der Schweiz und Deutschland ist durch die Sperrung der Rheintalstrecke aufgrund von Gleisabsenkungen in Rastatt streckentechnisch auch betroffen“, sagt Anke Höbelmann, Leiterin der Kommunikation im Novelis-Werk in Göttingen. Novelis betreibe in Europa für eine umweltgerechte und effiziente Logistik zwischen seinen Fertigungsstandorten ein komplexes Schienennetzwerk. Die Züge transportieren Aluminiumbarren, -bänder, Palletten und Schrotte zwischen den Novelis Betriebsstätten in Deutschland, England und der Schweiz. „Da unsere Partner für Schienenlogistik VTG und SBB jedoch sehr zeitnah auf die Streckensperrung reagiert haben und umgehend Umleitungstrassen organisiert haben, laufen unsere Gütertransporte regelmäßig“, so Höbelmann. Novelis rechne zur Zeit nicht mit wesentlichen Auswirkungen für die Logistik in Göttingen.

Angesichts der andauernden Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt forderte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine unbürokratische finanzielle Hilfe des Bundes für die betroffenen Eisenbahnunternehmen. „Der Streckenabschnitt ist ein neuralgischer Punkt für das gesamte europäische Eisenbahnnetz. Eine wochenlange Sperrung hat katastrophale Folgen insbesondere für die umfangreich betroffenen Güterbahnen“, sagte VDV-Geschäftsführer Martin Henke.

Verschärft werde die ohnehin prekäre Situation dadurch, dass auch mögliche Umleitungsstrecken von baubedingten Sperrrungen betroffen seien. „Es gibt praktisch keine Verkehrsrelation, auf der die umzuleitenden Verkehre wirtschaftlich durchgeführt werden könnten. In der Folge wird der Verkehr auf andere Verkehrsträger abwandern, vor allem auf die Straße, und die Eisenbahnunternehmen verlieren massiv Kunden und blieben auf den Fixkosten sitzen“, so Henke weiter. Angesichts der ohnehin schwierigen Kosten- und Erlössituation des Schienengüterverkehrs könne die Situation aus Sicht des VDV für einige Unternehmen existenzbedrohend werden.

Der Verband appelliert deshalb an den Bund als Verantwortlichen für den Bundesschienenwegeausbau, kurzfristige und unbürokratische finanzielle Hilfe zu leisten. „Den betroffen Eisenbahnunternehmen ist kurzfristig nicht durch Problemanalyse und gegenseitige Schuldzuweisung zu helfen, sondern durch finanzielle Unterstützung. Die notwendigen Schlussfolgerungen für die Neubaumaßnahmen der Zukunft müssen danach erörtert werden“, so Henke abschließend.

Von Bernard Marks

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