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Aqua-Institut aus Göttingen betreibt seit 20 Jahren Qualitätssicherung

Medizinische Versorgung Aqua-Institut aus Göttingen betreibt seit 20 Jahren Qualitätssicherung

Krankenschwestern mit Hochschulabschluss, Einsatz von Pflegerobotern, Patientenüberwachung zuhause durch Teppichsensoren: Die medizinische Versorgung wird sich in den kommenden Jahren stark verändern. Bei der Sicherung der Qualität wird das Göttinger Aqua-Institut gefragt.

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Dank starkem Wachstum in den letzten Jahren belegt das Aqua Institut fünf Stockwerke im Maschmühlenweg 8-10.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Wir haben uns in den vergangenen 20 Jahren zu einer der größten privaten Einrichtungen im Bereich des medizinischen Qualitätsmanagements entwickelt“, sagt Prof. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des Instituts. Er hat es gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover gegründet. Die bis heute grundlegende Idee: Ärzte tauschen sich auf Augenhöhe über die eigene Arbeit aus, um den Standard zu heben. Zunächst entstand 1992 eine Arbeitsgemeinschaft für den allgemeinärztlichen Bereich, 1995 dann das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH. Seither hat Aqua 5000 Ärzte zu Moderatoren für Qualitätszirkel ausgebildet. Andere Anbieter kamen auf den Markt. Mittlerweile nutzen 60 Prozent der Ärzte in Deutschland solche Angebote. „Unser Ansatz ist zu einem Grundpfeiler des deutschen Gesundheitswesens geworden“, betont Szecsenyi.

Um den Ärzten ein praxisindividuelles Feedback zu geben, arbeitet das Institut bereits seit 1995 Daten von Krankenkassen auf. So können Mediziner ihre pharmakologische Verordnungspraxis mit der von Kollegen vergleichen. 2015 taten das mehr als 4000 Ärzte. Das Institut arbeitet Daten aber auch für die Krankenkassen selbst in Gesundheitsberichten auf, wo es dann etwa um Rückenerkrankungen oder um Arbeitsunfähigkeit geht.

Daneben ist Aqua im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit weltweit tätig. In Kooperation mit der Heidelberger Firma Evaplan analysiert es etwa in Geburtskliniken und Gesundheitszentren in Kenia und Tansania die Gründe von Kindersterblichkeit. In Algerien befasst es sich mit Patientensicherheit in Krankenhäusern. Stark gewachsen ist das Institut, nachdem es 2009 für den Gemeinsamen Bundesausschuss zur externen stationären Qualitätssicherung tätig geworden ist. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 30 auf 120 Personen. 35 Beschäftigte wechselten zwischenzeitlich zum neu gegründeten Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen in Berlin. Ihm arbeiten die Göttinger nun zu. Die Mitarbeiter im fünfstöckigen Firmensitz im Maschmühlenweg 8-10 sind zu zwei Dritteln Akademiker. Zum interdisziplinär aufgestellten Team gehören neben Ärzten, Apothekern und Gesundheitsökonomen auch Statistiker, Volks-, Betriebs- und Sozialwirte. Einige wenige der 85 Mitarbeiter sind in der kleinen Berliner Repräsentanz des Instituts tätig.

Von Michael Caspar

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