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Arbeitslosenquote steigt auf 6,1 Prozent

Arbeitsmarkt im Juli Arbeitslosenquote steigt auf 6,1 Prozent

Von einem „Sommerloch“ auf dem Arbeitsmarkt spricht die Arbeitsagentur: Saisonbedingt ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Göttingen leicht um 3,8 Prozent oder 529 Personen auf jetzt 14526 gestiegen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent (Juli 2015: 6,3 Prozent).

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Unterbeschäftigung – die Arbeitslose sowie Menschen, die etwa an geförderten Maßnahmen teilnehmen, umfasst – betrug nach vorläufigen Angaben im Juli 18963 Menschen. Damit sank der Wert um 241 Personen beziehungsweise 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Zwei Gründe für Anstieg

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, sieht für diesen Anstieg in erster Linie zwei Gründe: „Zum einen ist der 30.06. ein klassisches Befristungsdatum für Arbeitsverträge. Daher melden sich jährlich im Juli verstärkt Menschen nach Beschäftigung arbeitslos.“ Auch suchten gerade junge Fachkräfte, die ihre Ausbildung beendet haben, nun einen neuen Arbeitgeber. „Sie werden in den meisten Fällen schnell einen neuen Arbeitgeber finden“, ist sich Gläser mit Blick auf die nach wie vor starke Arbeitskräftenachfrage sicher.

Aus Wirtschaft und Verwaltung wurden der Arbeitsagentur im Juli über 1200 Stellen neu gemeldet. Das waren zwar rund 50 Stellen weniger als im Juni, aber auch 50 mehr als im Vorjahresmonat. Für Betriebe bleibt es weiterhin schwierig, ausgeschriebene Stellen zeitnah zu besetzen. Das zeigt die steigende Zahl der Stellen, die länger als drei Monate vakant sind: Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl um 244 auf 993. Insgesamt waren im Juli gut 3600 Stellenangebote bei der Arbeitsagentur gemeldet.

Jugendarbeitslosigkeit: 22,8 Prozent mehr als im Juni

Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit waren im Juli insgesamt 1695 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 315 oder 22,8 Prozent mehr als im Juni, aber auch 210 beziehungsweise 14,1 Prozent mehr als im Juli 20151. Im Juli waren von den ursprünglich gemeldeten 2847 Ausbildungsstellen und dualen Studienangeboten noch 688 nicht abschließend vergeben. Auf der anderen Seite hatten 751 der 2696 seit Oktober 2015 gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber weder eine Lehrstelle noch eine Alternative, wie beispielsweise einen Freiwilligendienst, in Aussicht.

Einen weiteren deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gab es in der Gruppe der Ausländer. Diese Entwicklung sei losgelöst von üblichen saisonalen Schwankungen zu betrachten, so die Arbeitsagentur. Im Juli waren 2461 Menschen anderer Nationalität arbeitslos gemeldet, 98 mehr als im Juni und 465 mehr als im Juli 2015. Diese Personengruppe umfasst einerseits Menschen, die schon mehrere Jahre in Deutschland leben, hier zum Teil auch geboren sind. Andererseits zählen auch geflüchtete Menschen hierzu, die sich nach einer erste Orientierungsphase jetzt um Integration auf dem Arbeitsmarkt bemühen. Diese Zahl werde, so Gläser, in den nächsten Monaten sicherlich weitersteigen. Insbesondere der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Personengruppe der unter 25-Jährigen sei im Vergleich zum Vorjahresmonat wesentlich auf die Arbeitsuche junger Flüchtlinge zurückzuführen.

Noch keinen Ausbildungsplatz?

Noch sind viele Ausbildungsplätze unbesetzt: Verschiedene Jobbörsen bieten noch zahlreiche offene Ausbildungsmöglichkeiten an. In den Portalen lässt sich nach verschiedenen Kriterien suchen, wie Ausbildungsberuf oder einfach auch nur nach allen Angeboten an einem Ort oder in einem gewissen Umkreis. Die Arbeitsagentur hat für die Ausbildungsplatzsuche das Portal jobboerse.arbeitsagentur.de eingerichtet. Für die IHK-Ausbildungsberufe haben die Industrie- und Handelskammern die zentrale Plattform www.ihk-lehrstellenboerse.de aufgebaut. Auch in den Handwerksbetrieben der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen gibt es noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze in über 40 Berufen. Informationen gibt es dazu unter www.handwerk37.de oder bei Ute Arnold von der Kreishandwerkerschaft unter 0551/5076013.

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Quote bei 6,1 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen und Bremen ist im Juli leicht gestiegen - nicht unüblich im Sommer. Dennoch dürfte der Arbeitsmarkt nach Ansicht der Arbeitsagentur robust bleiben. Der längerfristige Trend spricht für starke Arbeitskräftenachfrage.

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