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Aufwärtstrend bei der Einbecker Brauhaus AG

Absatzplus dank Kreativität Aufwärtstrend bei der Einbecker Brauhaus AG

Die Einbecker Brauhaus AG hat in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld ein gutes Ergebnis zu verzeichnen. Der Gesamtabsatz stieg 2014 um ein Prozent auf 95,6 Mio. Hektoliter, der Umsatz stieg von 38,8 Mio. Euro auf knapp 40 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss betrug 333000 Euro (2013: 208000 Euro).

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Investitionen in die Technik gegen die Krise.

Quelle: EF

Einbeck. Erstmals seit 2008 wurde auf der Aktionärshauptversammlung auch wieder die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 6 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie beschlossen, von denen etwas über 2,7 Mio. Stück ausgegeben sind.
Für Geschäftsführer Walter Schmidt verlief die Hauptversammlung ausgesprochen harmonisch: „Um 2010 herum war für das Einbecker Brauhaus eine schwere Zeit. Unser Ziel der letzten Jahre war daher, wieder eine Dividendenfähigkeit zu erreichen. Und das haben die Aktionäre honoriert.“ Als wesentliche Ursachen für die erreichte Trendwende bezeichnet Schmidt die „Rückbesinnung auf den heimischen Markt im südlichen Niedersachsen“ sowie die Investitionen in neue Produkte und den Einbecker Standort.

Seit 2014 flossen dort in Anlagentechnik und Gebäude mehr als 10 Mio. Euro – unter anderem in eine zweite Abfüllanlage und eine neue Verladehalle. An drei Standorten wird gebraut – Einbeck, Peine und Kassel, aber nur noch in der Zentrale wird jetzt abgefüllt, so Schmidt. Dadurch erspart man sich unnötige Leergutfahrten und auch die Belieferung der Kunden wird erleichtert. Bis Mitte 2016 wird sich das Investitionsvolumen auf etwa 15 Mio. Euro erhöhen: In einer noch zu bauenden Halle wird eine neue Leergutsortierung entstehen, die angesichts des zunehmenden Individualisierungsgrades von Flaschen und Kästen notwendig wird, um die Abfüllung reibungsloser zu gestalten – eine falsche Flaschenform stoppt die Abfüllung.

In Südniedersachsen verweist Schmidt auf den zunehmenden Erfolg in der regionalen Gastronomie. So setzt das Tagungshotel Freizeit In inzwischen auf das Einbecker – und auch beim Göttinger Pils hat es eine kreative Marketingkampagne für das „Fliegen-Pils“ oder das „Heiz-Pils“ (auf Youtube ansehbar) geschafft, den Absatz des Lokalbiers zu erhöhen. 

Die Herausforderungen für das klassische Bier-Geschäft sind hoch: Der pro-Kopf-Verbrauch und der Bierabsatz insgesamt sind rückläufig. Die vorhandenen Überkapazitäten führen zu Rabattschlachten im Einzelhandel.

Von Sven Grünewald

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