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Ausbildungsküche für Gehandicapte in Göttingen

Spende Ausbildungsküche für Gehandicapte in Göttingen

Das gemeinnützige Göttinger Ifas-Institut für angewandte Sozialfragen bietet unter anderem Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen in schwierigen sozialen oder psychischen Situationen. Die Spende einer kompletten Küche durch Gellert Küchenwelten ermöglicht nun zwei neue Ausbildungsgänge.

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Carsten Gellert (2.v.l.) übergibt die neue Lehrküche an Dietmar Thiele (3.v.l.).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Jungen Menschen eine Perspektive geben“, war der Grund für Carsten Gellert, die 21.000 Euro teure Schulküche zu spenden. Den Stein ins Rollen gebracht hatte Dietmar Thiele, Geschäftsführer des Ifas. Er hatte bei Gellert angefragt, ob er sich nicht eine Küchen-Spende für das Ifas vorstellen könnte. „Er hat dann nicht lange nachgedacht, das muss man ihm hoch anrechnen“, sagt Thiele. „Mit der Ausbildungsküche können wir weitere Möglichkeiten für psychisch kranke Menschen schaffen.“

 

Das Ifas kümmert sich in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur um die Betreuung von Menschen, die auf die eine oder andere Art und Weise nicht für den ersten Arbeitsmarkt geeignet sind. Unter anderem bietet es auch dreijährige Ausbildungen im dualen System an – bislang in sieben Fachbereichen: Schneiderei, Floristik. IT und Media, Bürokommunikation, im kaufmännischen Bereich, in Lager und Logistik. Im achten Fachbereich Hauswirtschaft, Pflege, Soziales gab es zuvor zwar schon die Gelegenheit, gemeinsam zu kochen und zu essen, aber die Ausstattung war nicht ausbildungsgeeignet. Es fehlt die Zulassung der Landwirtschaftskammer, die für den Ausbildungsgang zuständig ist.

 

Das hat sich nun geändert. Mit der neuen Schulküche können zwei weitere Ausbildungsgänge mit insgesamt acht Ausbildungsplätzen angeboten werden: Hauswirtschafter und Fachpraktiker in der Hauswirtschaft. Spätere Arbeitsfelder sind Hotels, Mensen oder Gastronomie. 47 Auszubildende machen derzeit in allen drei Jahrgängen ihre Erstausbildung am Ifas, zwei davon haben bereits das neue Ausbildungsangebot für sich entdeckt und dort ihre Ausbildung begonnen.

 

„Bei uns haben wir Menschen mit einer großen Vielfalt an Erkrankungen: Depressionen, Psychosen durch Cannabismissbrauch, Borderline, ADHS oder verschiedenste Schizophrenien“, beschreibt Thiele. „Den größten Anteil haben aber depressive Erkrankungen.“ Diese führten dazu, dass Menschen der normale Tages- und Lebensrhythmus verloren ginge, den sie beim Ifas wieder lernen. sg

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