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BKK Technoform aus Göttingen profitiert von Teilnahme an Topas

Mehr Mut zur Selbstdarstellung BKK Technoform aus Göttingen profitiert von Teilnahme an Topas

Arbeitgebermarketing heißt zunächst: Reflexion über das eigene Unternehmenshandeln. Kleine und mittlere Unternehmen erzählen, was ihnen die Teilnahme am Topas-Workshop gebracht hat.

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Abteilungsleiterin Sabine Mertens (l.) und Vorstand Claudia Fischer.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Mit 30 Mitarbeitern und rund 14500 Versicherten in vier Bundesländern zählt die „BKK Technoform“ zu den kleineren Vertretern ihrer Branche. Die vor über 100 Jahren als Betriebskrankenkasse von Sartorius gegründete Krankenkasse, zu deren heutigen Trägerunternehmen auch die KWS in Einbeck sowie „Smurfit Kappa“ in Herzberg gehören und die allen Niedersachen, Bayern, Baden-Württembergern und Rheinland-Pfälzern offensteht, hat aufgrund ihrer mangelnden Größe ein Problem: Sie ist eher unbekannt, hat es daher vergleichsweise schwer, neue Mitarbeiter zu rekrutieren. "Erschwerend kommt hinzu, dass eine Krankenkasse eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist", so  Vorstand Claudia Fischer: „Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben steht uns für Marketingaktivitäten nur ein begrenzter finanzieller Spielraum zur Verfügung.“ 

Das Ziel für die Topas-Teilnahme war daher klar definiert: Zu lernen, die Arbeitgebermarke „BKK Technoform“ zu etablieren, ohne zu großen finanziellen Aufwand betreiben zu müssen. Und das sei gelungen, so Fischer. Der Erkenntnisgewinn sei aber noch weiter gegangen. „Wir haben gelernt, wie wir neue Mitarbeiter integrieren, wie wir Mitarbeiter an uns binden, wie wir uns als Marke darstellen und präsentieren können.“

Das bedeutet beispielsweise, dass Stellenanzeigen in Zukunft moderner gestaltet und formuliert sein sollen. „Weniger bürokratisch“, so Abteilungsleiterin Sabine Mertens, denn das habe ein vollkommen falsches Bild vermittelt. Außerdem sollen die Anzeigen nicht mehr primär in Printmedien geschaltet werden, sondern online, vor allem auf Krankenkassen-Portalen. Das Angebot für einen Ausbildungsplatz sei bereits online erschienen, mit dem Effekt, „dass wir zwar weniger, dafür aber viel bessere Bewerbungen erhalten haben.“

Weiterhin soll jeder neue Mitarbeiter einen Paten an die Seite gestellt bekommen und eine Begrüßungsmappe erhalten. In der Einarbeitungsphase soll das Pensum bewusst dosiert gehalten werden, am Ende der Probezeit soll es ein Feedbackgespräch geben. Jedes Jahr soll außerdem ein Zielvereinbarungsgespräch  mit jedem Mitarbeiter geführt werden, in dem dieser beispielsweise Weiterbildungsbedarf äußern und seine Sicht der Führungskräfte darlegen kann.

Eins habe die „BKK Technoform“ allerdings auch gelernt, so Fischer: „Wir machen bereits vieles richtig, wir haben uns schlechter gesehen, als notwendig.“ Darum hat die Kasse angefangen, sich verstärkt in der Öffentlichkeit zu präsentieren, beispielsweise auf Messen und verkaufsoffenen Sonntagen. „Schließlich können wir eine Menge vorweisen“, wie die Krankenkassen-Betriebswirtin betont. Und zwar als Arbeitgeber unter anderem Bezahlung nach Tarif, keine befristeten Verträge, 13 Gehälter, betrieblich Altersvorsorge. Und als Krankenkasse „hervorragende Leistungen“. Diee Botschaft aich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, das sei für die Mitarbeiter zum einen eine willkommene Abwechslung zum Alltagsgeschäft. Zum anderen erwecke es Stolz und führe damit zu einer stärkeren Bindung an den Arbeitgeber. 

  Von Hauke Rudolph

 

 

 

 

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