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Die reinsten und hellsten der Welt

„Deutsche Baryt-Industrie“ veredelt Schwerspäte Die reinsten und hellsten der Welt

Seit 2007 die „Grube Wolkenhügel“ geschlossen wurde, gibt es im Harz keinen Bergbau mehr. Die Veredelung von Mineralien findet allerdings immer noch statt, und zwar auf Weltniveau: Das Unternehmen „Deutsche Baryt-Industrie“ ist der größte Hersteller von besonders reinen, hellen Schwerspat-Produkten.

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Damit Deutschland doch noch einen Titel holt

Der Schwerspat wird mit riesigen Radladern bewegt.

Quelle: Rudolph

Bad Lauterberg. Jedes Jahr rollen etwa 1.000 LKW auf das circa 20.000 Quadratmeter große Firmengelände, das inmitten der Kurstadt liegt. Sie liefern in China abgebautes Schwerspat (auch Baryt genannt), das zuvor als Schüttgut mit dem Frachter nach Amsterdam und von dort mit der Barge nach Hildesheim transportiert wurde. Rund 27 Tonnen sind es, die in den gigantischen Rohrmühlen zu Mahlspäten verarbeitet werden, die etwa ein Tausendstel Millimeter klein sind. Verlust entsteht dabei so gut wie keiner, so dass auch 27 Tonnen das Firmengelände wieder verlassen.
Die in Säcke abgefüllten Produkte wie Albaryt, Albasoft und Barytmehl gehen nach Deutschland und ins europäische Ausland, teilweise auch in die USA. Dort werden sie vor allem für die Produktion von Lacken und Farben, aber auch für die Herstellung von Reifen, Bremsbelägen, Kunststoffen und sogar Plüschtieren verwendet. Es gibt wahrscheinlich kein einziges Land ohne Objekte, die veredelte Schwerspäte aus Bad Lauterberg enthalten.   
Das Werk liegt am Zusammenfluss der beiden Flüsse Lutter und Oder, was es ihm ermöglicht, in drei Kraftwerken Strom zu erzeugen und damit rund 50 Prozent seines Energiebedarfs selbst zu decken. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen auch über ein eigenes Klärwerk. Die zentrumsnahe Lage stellt kein Problem dar, so Geschäftsführer Georg Kühler: „Bei unserer Produktion fällt kein Dreck an.“ 90 Jahre lange wurde das Unternehmen ausschließlich von der Grube Wolkenhügel beliefert, 1990 begann es, zusätzlich in China einzukaufen. Seit 2007 bezieht es seinen Schwerspat ausschließlich aus dem Reich der Mitte.      
Die im Jahr 1900 vom Kommerzienrat Rudolf Alberti gegründete Deutsche Baryt-Industrie befand sich bis Ende der 60er Jahre im Familienbesitz, heute gehört sie zur in Hausach (Schwarzwald) ansässigen „Sachtleben Minerals“-Gruppe. Die 30 Mitarbeiter in Bad Lauterberg erwirtschaften einen Jahresumsatz von 13 Millionen Euro. „Wir sind ein sehr profitables Unternehmen“, so Kühler, „unser Hauptgesellschafter hat viel Freude an uns.“

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