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Bar oder mit Karte?

Mögliche Obergrenze für Bargeldgeschäfte Bar oder mit Karte?

Die Bundesregierung könnte sich eine Höchstgrenze für Bargeldgeschäfte vorstellen. Von 5000 Euro ist die Rede. Alles darüber müsste dann bargeldlos abgewickelt werden. Das sagen Betroffene und Einzelhändler aus Göttingen dazu.

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„Es ist eigentlich egal für uns“, sagt hingegen Hardy Grabowski vom AM-Autocenter. „Es ist aber nicht kundenfreundlich“, so Grabowski weiter.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Der Trend ist eindeutig. Das Thema Bargeld ist stark abnehmend“, sagt Peter Mühlhaus, Pressesprecher der Volksbank in Göttingen. Kunden müssten bei der Volksbank Beträge über 1.000 Euro am Bankschalter abheben, das sei in anderen Banken ähnlich. Klassische Gründe für das Abheben höherer Beträge seien die Anschaffung von Autos, Möbeln oder Elektrogräten. „Bargeldlos ist einfach sicherer und schneller“, so Mühlhaus. Zudem sei die Zahlung ohne Bargeld nahezu überall verfügbar.

„Für uns wäre das sehr schlecht“, stellt Umut Yagmur von Imexo-Cars fest. Besonders das Geschäft mit ausländischen Kunden werde hauptsächlich mit Bargeld abgewickelt. „Der tägliche Betrieb ist mit Bargeld“, so Yagmur. „Es ist eigentlich egal für uns“, sagt hingegen Hardy Grabowski vom AM-Autocenter. „Es ist aber nicht kundenfreundlich“, so Grabowski weiter. Die Kunden zahlten oft lieber mit Bargeld, weil sie sich davon einen Preisnachlass versprächen. „Im Zweifel würden wir uns auf die Gegenseite schlagen“, so Grabowski.

Im Elektronikmarkt „Expert“ im Kaufpark sieht man einer eventuellen Regelung gelassen entgegen: „Es betrifft uns nicht so stark“, so Marktleiter Marcel Killian. „In der Regel wird bargeldlos gezahlt. Bar wird bis etwa 1000 Euro gezahlt.“ Alles darüber werde zu 90 Prozent mit Master- oder EC-Karte gezahlt. Beträge über 5000 Euro würden sehr selten in Bar bezahlt. Anders sieht Hobbypferdezüchter Klaus Storbeck die Sache: „Im Pferdegeschäft ist die Barzahlung üblich“, so Storbeck. Zudem sehe er eine solche Regelung als Eingriff in seine Privatsphäre. Ob derartige Maßnahmen wegen erhöhter Kriminalität nötig seien, bezweifelt er.

Abgesehen von den Zweifeln sind schon jetzt Überweisung, Lastschrift und Kartenzahlung längst nicht mehr die einzigen Alternativen zum klassischen Bargeld. Online-Dienste wie Paypal ermöglichen dem Verbraucher eine Bezahlung in Sekundenschnelle. Selbst mit dem Smartphone kann inzwischen bezahlt werden. Eine ganz andere Frage in Bezug zu einer möglichen Obergrenze für Barzahlungen wirft Mühlhaus von der Volksbank auf: „Wie soll die konkrete Ausgestaltung eines solchen Verbotes aussehen?“ Man könne den Kunden schließlich nicht die Auszahlung ihres eigenen Geldes verweigern. Es bleibt also abzuwarten,  ob und wenn ja wie eine solche Regelung umgesetzt werden könnte.

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