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Beckers geht mit 160 Beschäftigten in Kurzarbeit

Fruchtsaftproduzent Beckers geht mit 160 Beschäftigten in Kurzarbeit

Seit Beginn des Jahres gibt es  beim Fruchtsafthersteller Beckers Bester eine neue Führungsstruktur. Die Gesellschafter Ernst und Karl-Otto Becker haben sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Die ersten Entscheidungen der neuen Geschäftsführer fielen nicht leicht. Gestern wurde Kurzarbeit angekündigt.

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Haben die Belegschaft informiert: Geschäftsführer Sebastian Koeppel (rechts) und Marketingchef Peter Mühlhaus.

Quelle: SOZ

Im Januar habe die Branche 20 Prozent weniger Umsatz gemacht. Der Grund: Die Gastronomie habe „unheimlich gelitten“. Februar und März seien erträglich gewesen, der April sehr gut. Dennoch, so erläutert Sebastian Koeppel das Vorgehen der Geschäftsleitung, habe man Kurzarbeit beantragt. Seit Jahren registrierten die Getränkehersteller einen Trend zum Discounter. Das Mehrwegsystem, das bei Beckers 75 Prozent ausmache, werde auch in diesem Jahr viel an Markt verlieren. Obendrauf komme nun die Wirtschaftskrise. 

Da müsse man seriös planen und sich auf weitere Einbrüche vorbereiten. So habe man es auch der 200-köpfigen Belegschaft erklärt. Dabei sei ihm schon klar, so Koeppel weiter, dass die sechs Prozent weniger Gehalt für viele ein Problem darstellten. Deshalb übe auch die gesamte Geschäftsleitung Gehaltsverzicht  – ab Mai minus 20 Prozent. Der 31-Jährige stellt zudem klar: „Es geht hier nicht um blinde Gewinnoptimierung. Es geht um Zukunftsabsicherung.“

Zwar könne man in der jetzigen Situation keine Arbeitsplatzgarantie geben, von betriebsbedingten Kündigungen allerdings sei bei Beckers Bester zurzeit auch keine Rede. „Wir wollen die Leute halten“, heiße die Devise. Deshalb bilde das Unternehmen aus. Zehn junge Leute befänden sich im Schnitt in der Unternehmensgruppe in der Lehre – in Lütgenrode, Eisleben und Freinsheim. Sie sind von Kurzarbeit gesetzlich ausgeschlossen. 

Seit Gründung des Unternehmens beantrage die Firma das erste Mal Kurzarbeit, bedauert Koeppel. Dennoch sei es der richtige Schritt: „Wir müssen sehen, dass wir das Unternehmen die nächsten ein, zwei Jahre sauber durch den Markt bringen.“ Und daran glaubt der Neffe der Eigentümer fest. Die Geschäftsführung, die sich aus Koeppel (Personal und Finanzen), Gerhard Kersting (Einkauf, Produktion, Logistik) und Thomas Palloks (Vertrieb und Marketing) zusammensetzt, hat für 2009 die Gewinnzone im Visier, mindestens aber eine Schwarze Null. Die Kurzarbeit solle je nach Marktlage an den Standorten Lütgenrode (120 Beschäftigte) und Eisleben (44 Mitarbeiter) umgesetzt werden.

Von Hanne-Dore Schumacher

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