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Schwerer Weg, aber selbstbestimmt

Beim Gründerinnenfrühstück Schwerer Weg, aber selbstbestimmt

Es sind oft ganz einfache Frage, die gestellt werden: Frauen, die eine Idee zur Selbstständigkeit haben, mitten in der Gründung sind oder schon länger ein Gewerbe angemeldet haben, treffen sich einmal monatlich beim zwanglosen Gründerinnenfrühstück.

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Praktische Hilfe für Existenzgründerinnen kommen aus dem Kreis der Anwesenden und Tina Bergmann von der Gründungsberatung Mobil (2.v.l.).f

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Die Teilnehmerinnenzahl schwankt - beim Treffen Mitte Juli waren es elf Teilnehmerinnen, mit denen sich Tina Bergmann von der Gründungsberatung Mobil getroffen hat. Diese bietet das Treffen in Kooperation mit der Koordinierungsstelle „Frauenförderung in der privaten Wirtschaft“ an. Aber es gibt keine Anmeldung, keine Planung und so ist es jeden Monat auf’s Neue eine Überraschung, wer kommt. Auch bei den vertretenen Branchen gebe es zwar eine starke Tendenz zu freien Berufe wie Coaching und Heilkunde, aber es kamen beispielsweise auch schon eine Spediteurin oder eine Heizungsbauerin.

Zwischen süßem Frühstück und Chai-Tee dominierten zwei Themen: Businessplan und Kundengewinnung. Beim Businessplan zähle nur, ob die Geschäftsidee rentabel ist, so Bergmann. Doch gerade die detailliert aufzuführende Geschäftsentwicklung und Kundenzahl bereiten Kopfzerbrechen. Aber auch Kosten wie Miete oder Krankenversicherung müsse man im Blick haben, denn als Selbständiger müsse man 100 Prozent der Kosten tragen - bei Angestellten trägt der Arbeitgeber etwa die Hälfte der Kosten.

Auch Rentenansprüche aufzubauen, ist nicht so einfach, betont Miriam Engel, die sich vor fünf Jahren mit Pressearbeit für Unternehmen selbstständig gemacht hat. Durch die Selbstständigkeit seien die Rentenansprüche deutlich zurückgegangen. Dennoch hat es sich für sie gelohnt. „Heute kann ich mir selbst gerecht werden und habe mehr Freiheit für Kind, Familie und Freunde.“ Als Angestellte habe sie gemerkt, dass es nur darauf ankomme, zu funktionieren.

Einer anderen Teilnehmerin, die sich als Ergotherapeutin selbstständig machen will, geht es derzeit um Angebotsschreiben und Kundengewinnung. Daraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Anrufe, Flyer, Mundpropaganda, Mailings, kundenspezifische Referenzmappen oder direktes Vorbeischauen - alles Möglichkeiten, aber wichtig sei insbesondere, dem Kunden deutlich zu machen, was man ihm bringt und für welche seiner Probleme man Lösungen anbieten kann. Genau in diesem Punkt merkte eine andere Teilnehmerin, dass noch Erklärungsbedarf besteht - die Runde hinterfragte ihren Ansatz sehr kritisch, ohne dass sie darauf überzeugende Antworten fand.

Ideen nimmt auch Annika Hesse vom Frühstück mit, obwohl sie bereits seit 2014 selbstständig ist. Seien es neue Kontakte, Feedback zu eigenen Ideen, andere Gesichter zu sehen oder auch mal nur ein Satz für einen neuen Flyer. Und: „Es ist ganz wichtig, wenn man mal einen Durchhänger hat.“ Auch Miriam Engel kommt nach wie vor gerne, unter anderem aus idealistischen Gründen. „Mir hat ein Unternehmernetzwerk in den ersten Jahren weitergeholfen. Das will ich zurückgeben.“

Kein Platz für Männer

Gründerinnenfrühstück, Chefinnenabend – Sonderbehandlung für Frauen und Männer unerwünscht? Nicht ganz, denn im Rahmen der Frauenförderung stehen gesondert Mittel für die Unterstützung von Frauen bereit, die statistisch deutlich weniger gründen als Männer – nur etwa ein Drittel der Selbständigen in Deutschland sind Frauen. Dies spiegelt sich in der Teilnahme am Seminarangebot der Gründungsberatung Mobil wider, denn auch dort sind Frauen unterrepräsentiert, wenngleich nicht ganz so ausgeprägt.

„Bei uns sind über 40 Prozent derer, die unsere Angebote in Anspruch nehmen, weiblich“, so Tina Bergmann von der Gründungsberatung. Man sei aber generell auch offen dafür, sich entwickelnde andere Netzwerke zu unterstützen. So habe es auch eine für Frauen und Männer offene Starter Lounge gegeben, die aber mangels Interesse eingeschlafen sei.

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