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Beratungshilfe für die Kleinsten

Erstberatungsstelle „UnternehmensWert:Mensch“ Beratungshilfe für die Kleinsten

Je kleiner ein Unternehmen, desto höher die Hürde, sich mit einer strategischen Personalplanung zu befassen. Die Erstberatungsstelle „UnternehmensWert:Mensch“, ein vom Bundesarbeitsministerium ins Leben gerufenes Projekt, hilft künftig bei Problemermittlung und Beratungsfinanzierung.

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Einweihung des neuen Beratungsbüros: Monika Warnecke, Ulrike Niesen, Hans-Jürgen Hoffmann und Marcel Riethig (v.l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Diesen Schritt, sich als Unternehmer einen externen Berater ins Haus zu holen, muss man erst einmal machen“, sagt Ulrike Niesen.

Sie ist Geschäftsführerin der ZAD Zentraler Abrechnungsdienst GmbH aus Northeim. ZAD hat als erstes Unternehmen aus der Region einen Scheck über acht Beratungstage erhalten, die bei Kosten von 1000 Euro pro Tag zur Hälfte bezuschusst werden, die Erstberatung und das Abschlussgespräch werden sogar vollständig übernommen.

Niesen kam mit einem konkreten Problem zu Monika Warnecke, die das Erstberatungsbüro in der Arbeitsagentur  Göttingen leitet. „Bei uns findet gerade ein Generationenwechsel statt. Eine Person in einer Schlüsselfunktion geht in den Ruhestand, eine Nachwuchsgruppe muss das auffangen.“

Für diesen und ähnliche Fälle will Niesen eine Strategie entwickeln und umsetzen, wie man das Erfahrungswissen in ihrem 130 Mitarbeiter starken Betrieb erhalten und weitergeben kann. Sie rechnet etwa mit einem halben Jahr, den dieser Prozess in Anspruch nehmen wird.

„Das Besondere an der Erstberatungsstelle ist“, so Monika Warnecke, „dass sie sich nur an Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiter richtet und wir bedarfsorientiert arbeiten. Das heißt, die Firmen erhalten kein fertiges Konzept, sondern erarbeiten mit einem Berater passgenau eine Lösung.“ Zudem sei das Projekt mit seinem Fokus auf  Fragen des Personalmanagements sehr weit gefasst und entsprechend für alle Branchen sinnvoll nutzbar – egal ob Pflege, Handwerksbetriebe, Dienstleistungen oder Industrie.

Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gebe es oft einen großen Beratungsbedarf, aber ebenso hohe Hürden, eine externe Beratung in Anspruch zu nehmen – sei es, weil sie teuer ist, sei es, weil sie Überwindung kostet. Mit der Erstberatungsstelle sollen diese Hürden abgebaut werden.

Unternehmer können sich zu einer kostenlosen Erstberatung mit Warnecke zusammensetzen – „am besten ist, wenn der Geschäftsführer noch einen Mitarbeiter mitbringt“ – und darin erst einmal sondieren, ob und wo überhaupt ein Beratungsbedarf besteht. So lässt sich ein geeigneter Prozessberater aus dem Netzwerk der Erstberatungsstelle identifizieren und der Beratungsaufwand abschätzen.

Bis zu zehn Beratungstage kann ein Unternehmen kofinanziert bekommen, allerdings müssen die Betriebe zunächst in Vorleistung gehen und erhalten das Geld nach Abschluss des Beratungsprogramms zurückerstattet. 50 Prozent Zuschüsse sind die Regel, bei Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern werden sogar 80 Prozent der Kosten übernommen.

Marcel Riethig, Sozialdezernent des Landkreises Göttingen, betrachtet die Erstberatungsstelle als wichtigen Baustein der regionalen Fachkräftestrategie. Der Landkreis bringt sich ein, indem er die Mietkosten des Büros trägt.

Von Sven Grünewald

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