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Bernteröder Forschungsprojekt: Hubkompensator deckt Stromverbrauch

Bernteröder Forschungsprojekt: Hubkompensator deckt Stromverbrauch

Der Strom aus Wind- und Sonnenenergie fällt oft dann an, wenn er nicht benötigt wird. Ein innovatives Konzept der Speicherung hat ein vom Bund gefördertes Forschungsprojekt entwickelt. Die erste Anlage wurde bei der KD Stahl- und Maschinenbau GmbH im thüringischen Bernterode bei Worbis in Betrieb genommen.

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Windenergie wird auf dem Gelände der KD mit dem Darrieus-Läufer erzeugt.

Quelle: mic

Bernterode. In einem weißen Container auf dem Betriebsgelände steht eine Batterie neben der anderen. Sie speichern den Strom, der vom Windrad und der Photovoltaikanlage eingespeist wird. „Doch auch die Nutzung des Stroms erfolgt oft unregelmäßig“, nennt Diplom-Ingenieur Ingo Berbig von der Technischen Universität Chemnitz ein Problem. Die TU hat das Forschungsvorhaben gemeinsam mit drei Firmen, darunter KD, umgesetzt.

 
Eine besondere Herausforderung stellen jene Zeitpunkte dar, wenn auf einen Schlag sehr viel Energie benötigt wird. In einem Privathaushalt ist das etwa der Fall, wenn der Elektroherd angeschaltet wird. Solche Lastspitzen übersteigen schnell die Leistungsfähigkeit von Batterien. „Wir haben daher einen mechanischen Hubkompensator entwickelt“, berichtet Falko Mißbach, Geschäftsführer der AMW GmbH & Co. KG aus Freital bei Dresden. Die regenerativ gewonnene Energie wird genutzt, um ein 160 Kilogramm schweres Gewicht im Turm des Windrades 24 Meter in die Höhe zu heben. Tritt eine Lastspitze auf, saust das Gewicht nach unten und erzeugt so mittels eines Generators blitzschnell Energie. Danach kommt der Strom aus den Batterien.

 
„Es gibt Versuche, wesentlich größere Gewichte, etwa massive Granitplatten, in die Höhe zu heben“, sagt Mißbach. Weil große Gewichte aber schwer zu handhaben sind, haben sich die Freitaler auf den Ausgleich von Spitzen beschränkt.
Ungewöhnlich an dem Vorhaben sind die eingesetzten Windräder, die KD baut. Es handelt sich um Weiterentwicklungen der 1931 patentierten Darrieus-Läufer, bei denen sich die Rotorblätter nicht am, sondern um den Mast drehen. Johannes Kowarsch, der bei KD den Geschäftsbereich Windenergie leitet, nennt Vorteile: Darrieus-Läufer erzeugten schon bei niedrigen Windgeschwindigkeiten Strom, weshalb sie mit geringen Masthöhen auskämen. Es gebe kaum Schattenwurf, der Anwohner stören könnte. Vögel und Fledermäuse würden weniger gefährdet. Ein Nachteil: Die Anlagen brächten bei gleicher Rotorfläche zehn Prozent weniger Leistung als herkömmliche Windräder.

 
„Die Nachfrage nach unseren Darrieus-Läufern ist in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen“, sagt Kowarsch. Sie produzierten heute zwei, drei Anlagen im Monat. Einige Nutzer ließen sie auf hohe Gebäude montieren. Sie könnten dann auf den Bau von Masten weitgehend verzichten.

 
Die neue Anlage samt Lastspitzenabfederung soll Kunden eine autarke Stromversorgung bieten. Theoretisch lässt sich der Strom auch ins Netz einspeisen. mic

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