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Bewegung im Klinikumsverkauf in Hann. Münden

Vier Interessenten Bewegung im Klinikumsverkauf in Hann. Münden

Vier Bieter sind im Rennen um die Übernahme der insolventen Kliniken der Arbeiterwohlfahrt-Gesundheitsdienste (AWO-GSD) am Standort Hann. Münden: die Gesundheit Nordhessen Holding aus Kassel (GNH), die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie die privaten Gesundheitskonzerne Asklepios und Sana.

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Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Hann. Münden. Ende der ersten Juni-Woche soll das Bieterverfahren abgeschlossen sein, dann muss eine Gruppe bestehend aus den Gläubigern, einem Konsortium aus Banken unter maßgeblicher Beteiligung der NordLB sowie der Insolvenzverwalter entscheiden, wer den Zuschlag erhält. Die entscheidende Frage nach Bekanntwerden der vier Bieter brachte nun die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ins Spiel: Wird es allein der Kaufpreis sein, der für die Zuschlagsentscheidung maßgeblich sein wird?

„Für die Beschäftigten steht jetzt im Vordergrund, welche Zukunftsoptionen mit den verschiedenen Interessenten verbunden sind“, so Julia Niekamp, zuständige Verdi- Gewerkschaftssekretärin für die Mündener Kliniken. „Wir wollen für die über 600 Mündener Beschäftigten Standortsicherung und den Erhalt der Tarifbindung auf Dauer und auch der betrieblichen Altersversorgung. Das müssen zentrale Kriterien für die jetzigen Entscheider sein.“

Die Mahnung ist deshalb aktuell, weil sich die Bieter in zwei sehr unterschiedliche Gruppen einteilen lassen:„Als Gewerkschaft kennen wir alle Interessenten sehr gut“, meint Niekamp. „Der Asklepios-Konzern steht bundesweit für die Ablehnung von Tariftarifverträgen. Es gibt keinen konzernweiten Tarifvertrag, der Konzern weigert sich auch seit Jahren, nach der Übernahme neuer Krankenhäuser für diese einzelnen Kliniken Haustarifverträge abzuschließen. Das führt dazu, dass wir im ganzen Bundesgebiet Asklepios-Häuser mit jahrelangem Gehaltsstillstand haben.“ Auch der Sana-Konzern, getragen von mehreren Privaten Krankenkassen und mit einem Überschuss von fast 60 Millionen Euro, sei kein einfacher Arbeitgeber aus.

Die UMG und die GNH stünden im Gegensatz zumindest für akzeptable Arbeitsbedingungen und eine sich fortentwickelnde Vergütung auf Niveau des öffentlichen Dienstes und Weiterführung der betrieblichen Altersversorgung.

Aufgrund dieser Bieter-spezifischen Rahmenbedingungen sieht Verdi die Entscheidungsbefugten, aber auch die Politik in der Verantwortung, für die Zukunft Beschäftigten mehr als den reinen Kaufpreis in die Entscheidung über den Käufer einfließen zu lassen.

Von Sven Grünewald

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