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Bewerbermangel nimmt auch in Göttingen zu / große regionale Unterschiede

Ausbildungsmarkt im Jahresrückblick Bewerbermangel nimmt auch in Göttingen zu / große regionale Unterschiede

2015 gab es einen leichten Anstieg der gemeldeten Ausbildungsstellen – Unternehmen investieren zunehmend in den Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Doch die Zahl der Bewerber ist weiter rückläufig und zudem auf die Ausbildungsberufe und regional unterschiedlich verteilt.

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Göttingen. Im Bezirk der Arbeitsagentur Göttingen kamen auf knapp 3000 Ausbildungsplätze etwas über 3000 Bewerber. „Auf dem Papier haben wir beinahe einen ausgeglichenen Ausbildungsmarkt“, so Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen.„Aber das ist natürlich nur die Theorie, denn Angebot und Nachfrage stimmen in vielen Berufsfeldern leider nicht überein.“

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der bei der Arbeitsagentur gemeldeten Ausbildungsplätze um 3,1 Prozent, hinzu kommen zunehmend mehr duale Studienangebote, die ausschließlich auf den Studienabschluss fokussieren. Diese werden bisher jedoch nicht statistisch ausgewertet.

Die Zahl der Bewerber sank jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent. Als Hauptursache macht die Arbeitsagentur die rückläufige Schülerzahl bei gleichzeitig steigenden Studentenzahlen aus.

Für die noch 190 unbesetzten Ausbildungsstellen und die 152 Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz läuft derzeit noch die gemeinsame Nachvermittlungsaktion von Arbeitsagentur und Kammern. Insbesondere im Restaurant- und Hotelgewerbe, im Lebensmittelbereich sowie in der Zahnmedizin gibt es einen deutlichen Bewerbermangel.

In Südniedersachsen kommt auf einen Ausbildungsplatz im Durchschnitt auch ein Bewerber. Auf Ebene der einzelnen Geschäftsstellen der Arbeitsagentur zeigen sich jedoch die deutlichen regionalen Unterschiede: In Göttingen und Northeim kommen auf einen Bewerber 1,3 Stellen, in Duderstadt immer noch 0,9, in Uslar 0,8, in Osterode 0,7, in Einbeck 0,6 und in Hann. Münden 0,5.

Von Sven Grünewald

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