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Bio-Pen: Göttinger Firma HKS Sicherheitsservice GmbH erhält Preis

Biometrischer Stift Bio-Pen: Göttinger Firma HKS Sicherheitsservice GmbH erhält Preis

„Sie können auch drei Kreuze machen. Der Stift erkennt Sie an der Art, wie Sie schreiben“, sagt Heiko Keilholz (53), geschäftsführender Gesellschafter der Hardegser HKS-Gruppe. Biometrischer Pencil, kurz Bio-Pen, heißt das Schreibutensil, das zur sicheren Identifikation von Personen dient.

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Führen den biometrischen Pencil vor: Heiko Keilholz, Tobias Brootz, Anna-Lena Keilholz und Lutz Neumann (von links).

Quelle: Hinzmann

Hardegsen. Am Dienstag erhält die HKS Sicherheitsservice GmbH für ihre Weiterentwicklung des Bio-Pen von der Frankfurter Fachmesse euro id während einer Gala im Steigenberger Hotel den ersten Preis.

Das Gerät ist von der US-amerikanischen Dyna-Sig Corporation erfunden worden. Es bietet Benutzern von Kredit- oder Gesundheitskarten zusätzliche Sicherheit. Es lässt sich zur Zeiterfassung verwenden. „In Deutschland erwies sich die Erfindung allerdings bisher als unverkäuflich“, berichtet Keilholz.

Drei HKS-Mitarbeiter, Tobias Braatz, Klaus Kindler und Susanne Simon, suchten daher nach alternativen Einsatzgebieten. Zusammen mit einer Firma in England, Secure Signature Systems, entwickelten sie den Bio-Pen weiter.

Noch ein weiteres innovatives Projekt

Nach der Messe will HKS in den Vertrieb gehen. Potenzielle Kunden sind Zulieferbetriebe, die Herstellungsprozesse lückenlos dokumentieren müssen. Der Stift kann bei Zutrittskontrollen zu gefährdeten Bereichen zum Einsatz kommen. Flüchtlinge, die zum Teil unter verschiedenen Namen einreisen, ließen sich sicher identifizieren.

Die Hardegser haben sich die Vertriebsrechte für die Europäische Union, aber auch für Ägypten und Dubai gesichert.

Noch ein weiteres innovatives Projekt verfolgt das Unternehmen. Mit dem Laser-Laboratorium Göttingen (LLG) hat HKS den Sprengstoffdetektor ExTrack entwickelt. Für das Gebrauchsmuster erhielten die beiden Partner 2011 den Innovationspreis des Landkreises Göttingen.
Zwischenzeitlich erhielt das Unternehmen viele Anfragen.

Im vergangenen Jahr stellten sie das Gerät zum Beispiel in Italien dem Militär vor. „Die Klimaanlage im Raum war ausgefallen, das Gerät musste heruntergekühlt werden“, erinnert sich Keilholz. Die Zeit verstrich, die Anspannung stieg. Dann erhielt Lars Gundram vom LLG die fünf Proben. Zweimal zeigte das Gerät nichts an.

Geld steht zur Verfügung

„Er hätte sein Hemd auswringen können“, sagt Keilholz. Bei den nächsten drei Proben schlug der Detektor Alarm. Tosender Applaus. Das Gerät funktionierte zuverlässigDer Unternehmer: „Jetzt steht die Entscheidung an, ob wir zunächst einen Protoyp für die Personen- oder die Luftfrachtkontrolle entwickeln.“

Das benötigte Geld, 750 000 Euro, steht zur Verfügung. Zehn Monate werden die Arbeiten dauern. Ende 2014 soll das System fertig sein. Konkrete Nachfrage gibt es bereits. Auf dieses Projektgeschäft will sich Keilholz ab kommenden Jahr konzentrieren. Seine Tochter Anna-Lena Keilholz (23) ist als Prokuristin in die Geschäftsleitung eingestiegen.

Zusammen mit den langjährigen Prokuristen Lutz Neumann (40) soll sie sich ab 2014 um das laufende Geschäft kümmern.

Zur HKS-Gruppe gehört das Sicherheitsunternehmen mit 250 Beschäftigten sowie die HKS-Zeitarbeit mit 400 Mitarbeitern an den drei Standorten Einbeck, Schwerte und Hamburg. 2009 hat HKS außerdem die Adelebser Firma Wendler Alarmanlagen GmbH übernommen. Dort sind fünf Mitarbeiter tätig.

Von Michael Caspar

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