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Biotechnologie legt auch 2009 weiter zu

Sartorius Biotechnologie legt auch 2009 weiter zu

Das Geschäftsjahr 2009 hatte für den Sartoriuskonzern Höhen und Tiefen. Trotz eines operativen Ergebnisses von 60 Millionen Euro belasten die Schwierigkeiten in der Sparte Mechatronik die Konzernbilanz.

Die Entwicklungen der beiden Konzernsparten Biotechnologie und Mechatronik im vergangenen Jahr hätte unterschiedlicher kaum sein können. Während Sartorius Stedim Biotech (SBB) den Umsatz um 9,4 Prozent auf 400,4 Mio. Euro gesteigert habe, sei die Mechatronik (früher Wägetechnik) im Berichtszeitraum erheblich durch Wirtschaftskrise beeinträchtigt worden, teilte das Unternehmen für Prozess- und Labortechnik gestern mit. Die Investitionszurückhaltung in den Abnehmerbranchen habe zu einem Wegbrechen des Spartenumsatzes um 17,9 Prozent auf 201,7 Mio. Euro geführt. Vor allem in Nordamerika (-14,4%) und Europa (-22,4%) seien starke Umsatzrückgänge zu verzeichnen gewesen. Dennoch sei es in der Sparte gelungen, am Ende des Jahres „ein leicht positives Ergebnis“ in Höhe von 700 000 Euro (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro) zu erzielen. Rückstellungen für die Restrukturierung, Kostensenkungsmaßnahmen von 30 Mio. Euro sowie Kurzarbeit 100 für 150 Beschäftigte in Göttingen (50 in Aachen und Hamburg) ab Mitte 2009 belasteten die Bilanz. Der unbereinigte Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter wird mit -7,3 Mio. Euro nach 12,4 Mio. Euro im Vorjahr angegeben.

Schweinegrippe

Die Biotechnologiesparte, deren Auftragseingang um 11,5 Prozent auf 409,2 Mio. Euro gestiegen sei, habe erneut vom Geschäft mit Einwegprodukten für die biopharmazeut ische Industrie profitiert. Zusätzliche Impulse seien von der Impfstoffindustrie gekommen. Sie habe für die Produktion des Vakzins gegen den H1N1-Virus (Schweinegrippe) in erheblichem Umfang Einwegbehälter und Filter bestellt. Dieser Effekt habe zwei Prozentpunkte zum Wachstum beigetragen, heißt es.

Das operative Konzernergebnis habe sich durch die höhere Profitabilität der Biotechnologie gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Prozent von 56,8 auf 60,9 Mio. Euro erhöht. Der Konzern beschäftigt 4350 Mitarbeiter.

Von Hanne-Dore Schumacher

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