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Surfst du schon oder wartest du noch?

50 Mbit/s bis 2018 Surfst du schon oder wartest du noch?

Es ist eines der Top-Themen schlechthin: der Breitbandausbau. Natürlich ist die Netzgeschwindigkeit auch Wahlkampfthema, doch sind die konkreten Vorbereitungen für die Breitbandoffensive schon weit fortgeschritten. 2017 soll es mit dem großräumigen Ausbau der Netzinfrastruktur losgehen.

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Verteilerpunkt für Glasfaserkabel. Noch offene Frage beim Netzausbau: Wird Glasfaser bis in die Häuser oder nur bis in die Verteiler gelegt?

Quelle: dpa

Göttingen. 2018 will man fertig sein: „Dann sollen mindestens 85 Prozent aller Haushalte mit 50 Mbit/s und mindestens 95 Prozent aller Haushalte mit 30 Mbit/s an das Internet angeschlossen sein“, sagt Detlev Barth, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG). Im Frühjahr 2017 könne es losgehen, hofft Barth. Die WRG betreut den Breitbandausbau im Landkreis Göttingen.

Davor gilt es, noch zwei bürokratische Hürden zu überspringen: Ende Oktober wird der Landkreis komplexe Förderanträge für den Ausbau bei Bund, Land und EU stellen, teilweise auch im Rahmen des Südniedersachsenprogramms. Werden diese genehmigt, muss EU-weit ausgeschrieben werden. „Ich glaube, dass der Landkreis das in vier Monaten bewilligt bekommt und dass es im Frühjahr losgehen kann“, meint Ulrike Witt, Leiterin des Projektbüros Südniedersachsen, mit Blick auf die bisherigen Erfahrungen mit Bewilligungszeiträumen.

Dass das Thema auf der politischen Prioritätenliste schon lange ganz oben steht, hat Witt im Steuerungsausschuss des Südniedersachsenprogramms gemerkt. Dort hätten die Landräte das Thema 2014 sofort ganz an die Spitze der Agenda befördert. Auch der Landkreis Göttingen ist schon seit ein paar Jahren intensiv dabei, Lösungen für den Ausbau zu finden. „Wir haben als Landkreis lange Zeit deutlich gemacht, dass wir uns nicht scheuen, den Ausbau selbst zu finanzieren“, sagt Barth.

17 Mio. Euro wären für den Eigenausbau in den Haushalt eingestellt worden. Das wiederum habe bei der Telekom zu verstärkten Ausbauaktivitäten geführt. Göttingen und Hann. Münden seien inzwischen erschlossen, in Duderstadt und Osterode, aber auch Dransfeld sei die Telekom derzeit dabei. „Die Telekom hat in den letzten beiden Jahren sehr viel Geld in die Hand genommen, um den Eigenausbau so unattraktiv wie möglich zu machen“, so Barth.

Dadurch sind jetzt aber auch die Gesamtkosten, die auf die Kommunen für den Netzausbau zukommen, deutlich niedriger als ursprünglich erwartet. Es geht um die sogenannten Wirtschaftlichkeitslücken. Dort, wo der Netzausbau unrentabel ist, in zersiedelten oder entlegenen Gegenden, springen für die Kosten die Kommunen ein. Die würden aktuell für den Landkreis Göttingen mit etwa 2,8 Mio. Euro veranschlagt und für den Landkreis Osterode mit 1,6 Mio. Euro, so Barth - auch wenn noch einige Fragen offen sind. Aber: „Wenn wir das so realisiert bekommen, haben wir eine Lösung, die sich vor fünf Jahren niemand erträumt hätte.“

Zukuftsfähigkeit und Alternativen

Perspektive Glasfaserkabel: Die Kabel, die ohnehin schon eine ausgesprochen hohe Datenübertragungsrate haben, werden in Leerrohren verlegt, durch die bei einem später notwendigen weiteren Ausbau dann einfach ein weiteres Kabel gezogen werden kann. Für die alten Kupferkabel auf der „letzten Meile“ von den Verteilerkästen in die Häuser hat die Bundesnetzagentur für das sogenannte Vectoring grünes Licht gegeben. Damit lassen sich die Übertragungsraten deutlich erhöhen. Wilfried Konnemann vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen ist jedoch skeptisch. Kupferkabel seien im wesentlichen ausgereizt, Studien zeigten, dass es günstiger sei, jetzt in einem Durchgang gleich auf Glasfaser zu wechseln, statt dies später nachzuholen. Der Bedarf werde jedenfalls da sein: Bislang hätten sich etwa alle zwei Jahre die Geschwindigkeiten verdoppelt. Dort, wo der Glasfaserausbau viel zu teuer wäre, gebe es derzeit gute Alternativen: Hybridanschlüsse, bei denen mittels Funkübertragung die geringen Bandbreiten der Kabel unterstützt werden – oder Satellitenverbindungen, die beispielsweise für Gewerbebetriebe eine sehr gute Alternative darstellen können, so Konnemann.

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