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260 Mitarbeiter weniger bis Ende 2020

Bosch Göttingen 260 Mitarbeiter weniger bis Ende 2020

Von den aktuell noch 560 Mitarbeitern bei Bosch in Göttingen sollen nach Plänen des Konzerns bis Ende 2020 um die 260 Stellen abgebaut werden. Hintergrund ist die fehlende Rentabilität der Produktion am Standort.

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Am Bosch-Standort Göttingen sollen bis Ende 2020 insgesamt 260 Stellen wegfallen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. In Göttingen werden gebrauchte Fahrzeugteilen wieder instandgesetzt und auf Erstausrüstungsqualität gebracht – das sogenannte Remanufacturing. Insbesondere die Instandsetzung von Startern und Generatoren sei ein „reifer Markt“ und das nötige Know-how leicht zugänglich, so Bosch-Pressesprecher Manuel Thomä  – bei den vergleichsweise hohen deutschen Lohnkosten sei diese Instandsetzung in Göttingen daher nicht mehr wettbewerbsfähig und profitabel. Daher soll dieser Arbeitsbereich künftig nach Krakovets in der Ukraine beziehungsweise nach Bernolakovo in der Slowakei verlagert werden.

Der Standort Göttingen soll sich stattdessen auf technologisch hochwertigere Remanufacturing-Erzeugnisse konzentrieren, auch jenseits des Automotive-Bereichs. Ziel sei, die Präsenz auf jüngeren Märkten auszubauen und neue Märkte zu erschließen, die ein spezialisierteres Know-how erforderten und einen geringeren Kostendruck hätten, so Thomä. Konkrete Aussagen ließen sich jedoch noch nicht treffen.

In den vergangenen Monaten sei ein entsprechendes Standortkonzept erarbeitet worden, derzeit fänden Gespräche mit Arbeitnehmervertretern statt, wie der Mitarbeiterabbau konkret umgesetzt werden soll. Ziel sei, dies über sozialverträgliche Maßnahmen wie Vorruhestandsregelungen oder Abfindungen umzusetzen, so Thomä. „Es wird natürlich auch geprüft, ob man Mitarbeiter an anderen Standorten einsetzen kann.“ Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Zu Stand und Dauer der Gespräche wollte Thomä keine Aussage machen, man sei aber an einer schnellen Lösung interessiert.

Der geplante Stellenabbau stellt eine Verschärfung der schon seit Jahren andauernden personellen Verkleinerung des Werkes Göttingen dar: Ende 2012 waren hier noch rund 690 Mitarbeiter beschäftigt, 2013 rund 650, 2014 etwa 630 und Ende 2015 waren es noch 590 Mitarbeiter.

Eine weitere Frage betrifft den Standorterhalt in der Robert-Bosch-Breite 3. Ob das Werk nach dem deutlichen Stellenabbau überdimensioniert sei, lasse sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so Thomä. „Das wäre zu früh.“ Das Unternehmen verweist jedoch darauf, dass in den vergangenen sechs Jahren jeweils zwischen zwei und drei Millionen Euro in Gebäude und Einrichtungen investiert wurden, darunter in die Erweiterung des Test-Zentrums.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) führe aktuell Gespräche mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat und wolle sich daher noch nicht zu dem geplanten Stellenabbau äußern, teilte sein Büro mit. Auch der Betriebsrat und der zuständige IG Metall Bezirk Süd-Niedersachsen-Harz waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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