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Spanier sollen weiter kommen

Botschafter besucht die Göttinger Firmen Mahr und Zufall Spanier sollen weiter kommen

Junge Spanier sollen auch in Zukunft nach Deutschland kommen, um sich beruflich zu qualifizieren. Dafür setzt sich Spaniens Botschafter, Juan Pablo Garcia-Berdoy, ein. In Göttingen besuchte er die Firmen Mahr und Zufall, wo Landsleute über das Adelante-Programm untergekommen sind.

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Der CDU-Bundestagsabgeorndete Fritz Güntzler (r.) holte Spaniens Botschafter Juan Pablo Garcia-Berdoy (2. v. r.) nach Göttingen: Empfang durch Mahr-Chef Stephan Gais und die Adelante-Absolventen Joseba Arnela Ayo und Mikel Olivenza Velasco (v. l.).

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Wir müssen unbedingt eine Möglichkeit finden, das auslaufende Adelante-Programm fortzusetzen“, erklärte Martin Rudolph, der die Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer in Göttingen leitet. Die theoretischen Kenntnisse junger Spanier seien zum Teil „hervorragend“, betonte der IHK-Chef. Auf dem Gebiet der Mathematik seien sie deutschen Auszubildenden sogar überlegen, ergänzte Stephan Gais, geschäftsführender Gesellschafter bei Mahr.

Das Messtechnikunternehmen, das wie viele Firmen Fachkräfte sucht, gewann über Adelante zwei fertige Elektrotechniker. „Vorhandene Kenntnisse müssen in Deutschland anerkannt werden“, erklärte der Botschafter. Das sieht IHK-Chef Rudolph genauso. Defizite hätten viele Spanier im praktischen Bereich, sagte er. Der spanische Schulbetrieb sei „akademisch gehaltenen“ räumte der Botschafter ein. Eine duale Ausbildung nach deutschen Vorbild entstehe erst. Die fehlenden Fertigkeiten, so Rudolph, könnten die Spanier während eines praktisches Jahrs in einem deutschen Unternehmen erwerben. Danach sollten sie einen deutschen Berufsabschluss erhalten.

„Das funktioniert allerdings nur, wenn die nötigen Fachkenntnisse vorhanden sind“, betonte Jörg Rotthowe von der Zufall Logistik Gruppe. Bei ihren drei Adelante-Teilnehmern habe dieses Vorwissen gefehlt.

„Wir suchen derzeit nach alternativen Möglichkeiten, den Deutschunterricht und die soziale Betreuung der Spanier zu finanzieren“, ergänzte Torsten Temmeier, der bei der IHK mit beruflicher Bildung befasst ist. In Hannover springe die Wirtschaftsförderung ein. Auch Spanien sollte einen Beitrag leisten und etwa die Kosten für die Teilnehmerauswahl und den Deutschunterricht übernehmen. Immerhin lindere das Programm das Problem der Jugendarbeitslosigkeit von fast 50 Prozent, so Temmeier. Rotthowe von Zufall forderte zudem, dass Spanien die in Deutschland erworbenen Kenntnisse als Zusatzqualifikation anerkenne.

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