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Bovenden: Innovationspreis-Teilnehmer Christoph Bollig misst Windgeschwindigkeit mithilfe von Licht

Wirtschaft Bovenden: Innovationspreis-Teilnehmer Christoph Bollig misst Windgeschwindigkeit mithilfe von Licht

76 Firmen und Institutionen haben sich um den Innovationspreis 2014 des Landkreises Göttingen beworben. Nicht alle konnten gewinnen, obwohl viele Ideen und Erfindungen einen Preis verdient hätten. Das Tageblatt stellt alle Teilnehmer und ihre Innovationen vor. Heute: Laser von Abacus.

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Im Einsatz beim Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig: Christoph Bollig mit einem Laser zur Fernwindmessung.

Quelle: EF

Bovenden. Wirbel- und Scherwinde können ein landendes Flugzeug gefährden. Mit einem Speziallaser der Bovender Firma Abacus Laser lassen sich Wind- und Wettervorhersagen für die kommende halbe Stunde machen. „Die Messungen werden in bis zu 15 Kilometern Entfernung durchgeführt“, erläutert Abacus-Chef Christoph Bollig (47). Eine Herausforderung ist dabei die Augen­sicherheit. Der Lichtstrahl darf Piloten oder Autofahrer nicht gefährden. Einfach, robust und preisgünstig ist der Laser, den Bollig in den vergangenen anderthalb Jahren entwickelt hat. Der promovierte Physiker bemüht sich derzeit um eine Patentierung seiner Erfindung, mit der er sich um den Innovationspreis beworben hat. „Es handelt sich um einen einfrequenten, gepulsten Laser der Lichtwellen im Infrarotbereich nutzt“, verrät Bollig. Der Physiker nutzt die Frequenzverschiebung des Dopplereffekts zur Vorhersage der Windgeschwindigkeit. Dazu wird das wenige Licht, das von einem Laserstrahl zurückreflektiert wird, ausgewertet.

Mit solchen Lasern beschäftigt sich Bollig seit seinem Studium. Der Vortrag von Professor David Hanna während einer Konferenz hatte einst sein Interesse geweckt.

Der Student ging für vier Jahre zu Hanna nach Southampton, wo er am Ende promoviert wurde. „Ich habe dann beim Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen gearbeitet, sowie zehn Jahre lang in Südafrika. Nach einer Anstellung an der Universität Oldenburg ist der gebürtige Aachener nach Südniedersachsen gekommen.

„Ich bin heute in Teilzeit für die Firma Lisa Laser in Lindau tätig und baue nebenher meine eigene Firma auf“, berichtet ­Bollig. Seine Laser finden auch in der Atmosphärenforschung Verwendung. Windrad-Rotoren lassen sich mit dem Gerät genau in Windrichtung ausrichten und bringen so mehr Leistung.

Von Michael Caspar

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