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Innovationspreis geholt – zum dritten Mal

Neuer Wirkstoff gegen die Alzheimer-Krankheit? Innovationspreis geholt – zum dritten Mal

Einen Wirkstoff gegen Alzheimer, der bei Mäusen wirkt, hat ein britisches Forschungsinstitut für den Menschen umgebaut. „Meine Arbeitsgruppe prüft derzeit, ob der Antikörper in der veränderten Form auch in unseren Modellen wirkt“, sagt der Göttinger Professor Thomas Bayer. Er hat den Wirkstoff 2011 entdeckt.

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Der Göttinger Professor Thomas Bayer hat den Wirkstoff entdeckt.

Quelle: HW

Göttingen. „Zwischen 200000 und 300000 Euro hat der in London ansässige Medical Research Council for Technology (MRCT), der von der Universitätsmedizin Göttingen 2015 die Lizenz für den Wirkstoff erworben hat, für die Umwandlung ausgegeben“, berichtet der Professor der Klinik für Psychiatrie. Ein kniffliger Prozess sei das. Die neue Substanz müsse zum Beispiel die gleichen Bindungseigenschaften aufweisen wie der Maus-Antikörper NT4X, er müsse stabil und löslich sein und dürfe nicht verklumpen.

„Nun prüfen wir in Kooperation mit dem MRCT, ob der neue Mensch-Antikörper auch den Tod von Nervenzellen in unseren Modellen stoppt“, führt Bayer aus. Bis spätestens zum Frühsommer würden die Untersuchungen abgeschlossen sein. Dann suchten die Briten für die klinische Prüfung des Wirkstoffs einen Pharmakonzern. Nach strengen Regeln laufe dieses bis zu 200 Mio. Euro teure Verfahren. Eine größere Menge des Wirkstoffs, der einen Patentschutz für 20 Jahre habe, seien herzustellen. Die hohen Investitionen hole der Konzern später über die Einnahmen wieder herein.

„Unser kleines Labor mit seinen zehn Mitarbeitern könnte das natürlich nicht finanzieren“, sagt der Professor. Insbesondere für die studentischen Mitarbeiter sei es aber trotzdem spannend, an so einem großen Projekt beteiligt zu sein. Die Universitätsmedizin Göttingen hätte mit der Auslizensierung 2015 ein wichtiges Etappenziel erreicht. „Seit 2011 forschen wir über den Wirkstoff“, so Bayer. Er schalte ausschließlich die löslichen, giftigen Stoffe aus, die Alzheimer verursachten: sogenannte Abeta-Peptide. Andere Wirkstoffe griffen auch die sogenannten Plaques an, Mülleimer, in denen das Immunsystem die Peptide sicher ablagere. Dadurch würden die Giftstoffe zum Teil wieder frei, was zu Nebenwirkungen wie Entzündungen oder Blutungen führen könne.

Bayer holte mit seiner Entdeckung 2011 das erste Mal den Sonderpreis Wissenschaft beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen. 2014 bekam er ihn das zweite Mal für den Wirkstoff NT4X. Anfang November erhielt er ihn das dritte Mal, nun für die Auslizensierung.

Die Zahl der Alzheimer-Erkrankten beläuft sich auf 1,2 Mio. Menschen in Deutschland. Aufgrund des steigenden Durchschnittsalters wird sie sich in den kommenden Jahren voraussichtlich verdoppeln.

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