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"Wer diese Berufe lernt, wird keinen Tag arbeitslos sein"

Northeim "Wer diese Berufe lernt, wird keinen Tag arbeitslos sein"

Sie haben geschweißt, geschmiedet und gegossen. 25 Gesellen traten am Wochenende in Northeim beim Bundesleistungswettbewerb der Metallberufe gegeneinander an. Es wurden die Bundessieger in den Bereichen Metallbau und Metallgestaltung, im Glockenguss und in der Feinwerkmechanik ermittelt.

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Max Puschmann und Simon Louis Baumgärtner (v.l.) beim Bundesleistungswettbewerb der Metallberufe.

Quelle: CHH

Northeim. "Manche haben den Ehrgeiz weiterzukommen, andere offenbar nicht." So kommentierte Jürgen Auer, der bayrische Landessieger im Metallbau, dass viele andere Landessieger nicht ins Bundesfachzentrum Metall und Technik gekommen waren. Der gebürtige Österreicher, der bei einem Hersteller von Fütterungsanlagen arbeitet, wollte sich die Chance dagegen nicht entgegen lassen.

"Wer sich hier durchsetzt, hat es später leichter, einen guten Job zu bekommen", erklärte Landessieger Maximilian Jähning aus Chemnitz. Stipendien, etwa für die Meisterprüfung, winkten. Teilnehmer lernten Neues. Sie würden andere Nachwuchskräfte kennenlernen, so der Mitarbeiter einer Firma, die Tankfahrzeuge produziert.

Die 25 jungen Menschen, die Am Rhumekanal 18 gegeneinander angetreten waren, bekamen nichts geschenkt. "Bundessieger kann nur werden, wer mindestens 80 von 100 möglichen Punkten macht", betonte Jürgen Gottsberg aus Hamburg, der der Prüfungskommission vorsaß. Ähnlich sei das bei den Landessiegern. Sie müssten ihre Gesellenprüfung mindestens mit "gut" abgeschlossen haben. Anderenfalls werde der Titel nicht vergeben.

"Wer Metallbauer, Metallgestalter oder Feinwerkmechaniker lernt, wird keinen Tag arbeitslos sein", versprach Prüfer Paul Kreten aus Trier. "Wir haben Arbeit ohne Ende", so der Unternehmer. Und gerate eine Firma doch mal in die Insolvenz, erhielten Mitarbeiter gleich mehrere Jobangebote.

"Metallbauer hießen früher Schlosser", berichtete Gottsburg. Sie bauten Türen, Fenster und Tore, aber auch Schließanlagen. Elektronik werde immer wichtiger, etwa weil Kunden Tore und Fenster verlangten, die sich automatisch öffnen und schließen ließen. Viele Metallbauer seien wie Auer und Jähning im Nutzfahrzeugbau tätig.

"Metallgestalter, die früheren Schmiede, arbeiten heute vielfach in der Denkmalpflege", sagte Kreten. Sie müssten Stilrichtungen wie Renaissance oder Barock erkennen, kaputte Teile nachschmieden oder Fehlendes ergänzen können. Die Feinwerkmechaniker, Spezialisten im Drehen und Fräsen, seien im Maschinenbau tätig.

Auch ein Glockengießer nahm am Wettbewerb teil.

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