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Zinsen runter, Netzentgelte stabil?

Eigenkapitalzinssätze gesenkt Zinsen runter, Netzentgelte stabil?

Für Gas- und Netzbetreiber schrumpfen nach einer Entscheidung der Bundesnetzagentur die Zinssätze bei Investitionen in die Netzinfrastruktur. Der Energieversorger EAM erwartet dadurch aber nur eine geringe Senkung der Netzentgelte und befürchtet schlechtere Investitionsbedingungen.

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Geringere Verzinsung von Investitionen in Strom- und Gasnetze soll die Netzentgelte verringern.

Quelle: dpa

Kassel. Die Senkung dieser sogenannten Eigenkapitalzinssätze gilt für die Gasnetzbetreiber ab dem Jahr 2018, für die Stromnetzbetreiber ab 2019. Diese Zinssätze dürfen die Netzbetreiber auf ihre Investitionen berechnen und auf die Netzentgelte umlegen.

  • Für Neuanlagen sinken die Zinssätze von 9,05 Prozent auf 6,91 Prozent vor Körperschaftsteuer
  • Für Altanlagen sinken die Zinssätze von 7,14 Prozent auf 5,12 Prozent vor Körperschaftsteuer

Der Eigenkapitalzinssatz wird aus dem Zahnjahresdurchschnitt des risikolosen Zinssatzes plus Wagniszuschlag berechnet. „Die gesunkenen Zinssätze spiegeln das derzeit geringe Zinsniveau an den Kapitalmärkten wider. Höhere Eigenkapitalrenditen im Netzbereich wären den Stromverbrauchern nicht vermittelbar“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Zudem stehe man „vor großen Investitionen in die Netze“. Mit der Entscheidung entsprächen die Zinssätze weiterhin dem internationalen Niveau und böten weiterhin gute Investitionsbedingungen.

Doch beim kommunalen Energieversorger EAM sieht man die Entscheidung durchaus kritisch. Dass die in den Anhörungen „vorgebrachten Argumente gar nicht berücksichtigt werden, war für uns nicht zu erwarten“, so Sprecherin Sandra Hübner. Die Absenkung sei nachvollziehbar, aber „klare Fehler“ der Bundesnetzagentur sieht man dennoch. Die neue Höhe der Zinssätze sei nicht angemessen, sondern „um mindestens einen Prozentpunkt zu niedrig“.

Im europäischen Vergleich lägen die Investitionsbedingungen im Energiebereich damit auf den hintersten Plätzen. „Insbesondere unter Berücksichtigung der umfangreichen Herausforderungen der nächsten Jahre –Energiewende und Netzausbau – ist diese Entwicklung bedenklich“, so Hübner. Darin sieht man auch einen Widerspruch zur erst im September in Kraft getretenen Novellierung der Anreizregulierungsverordnung.

Wie sich die niedrigeren Zinssätze hingegen auf die Höhe der Netzentgelte auswirken werden, könne man derzeit nur überschlagsmäßig ermitteln. „Voraussichtlich führt die Absenkung der Eigenkapitalzinssätze nur zu einer geringen Senkung der Netzentgelte“, so Hübner. „Das erklärt sich dadurch, dass die Höhe unserer Netzentgelte mittlerweile zu weiten Teilen durch exogene Aspekte, insbesondere durch die Netzentgelte vorgelagerter Netzbetreiber, beeinflusst wird.“

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