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Cebit-Preis für Nachwuchsforschung geht an Uslarer App-Entwickler

Unterstützung in der Forstwirtschaft Cebit-Preis für Nachwuchsforschung geht an Uslarer App-Entwickler

Das Start-up Fovea kann sich einen weiteren Preis in seine Trophäensammlung einstellen: Beim Cebit Innovation Award 2015 wurden die Uslarer am Eröffnungstag der Informatik-Messe mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 50 000 Euro ausgezeichnet.

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Fovea-Gründer Manfred Ide stellt beim CeBIT-Pressreview der Jury des Innovation Award seine App vor.

Quelle: BMBF

Uslar/Hannover. Das Team rund um Firmengründer Manfred Ide konnte mit seiner iFovea-Berechnungs-App überzeugen, die in der Forstwirtschaft zum Einsatz kommt und unter anderem das unkomplizierte Zählen und Vermessen eingeschlagener Holzstämme direkt vor Ort im Wald ermöglicht. Die App benötigt dazu mehrere Einzelfotos eines Sammelplatzes für Stämme, die Ergebnisse stehen kurz darauf auf dem Smartphone bereit. Das bringt eine Aufwandsreduktion von über 90 Prozent mit sich.
Der gebürtige Uslarer Manfred Ide ist bereits in einem forstwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen, lernte jedoch Fachinformatiker für Systemintegration, bevor er zunächst Elektrotechnik, später dann Forstwirtschaft an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) studierte. Im Januar 2013 gründete er dann die Fovea UG. Anlässlich des Gewinns des Innovation Awards spricht er über die Herausforderungen und schwierigen regionalen Unterstützungsstrukturen für Gründer.
Stellt der Cebit Innovation Award für Sie eine besondere Auszeichnung  dar?
Der Award ist unsere insgesamt elfte Auszeichnung. Aber das Preisgeld von 50 000 Euro ist eine echte Hausnummer. Damit können wir unsere Weiterentwicklung schneller voranbringen. Auch die Medienwirkung ist deutlich höher als bei anderen Auszeichnungen. Das wird uns international über die Forstbranche hinaus nutzen.

Ihr Team hat sich beim Gründerforum der HAWK getroffen – gibt es Ihrer Ansicht nach in Südniedersachsen genügend solcher Foren, auf denen potenzielle Gründer zusammentreffen können?
Mit den bekannten Gründerstädten wie Berlin oder Hamburg ist Göttingen natürlich kaum vergleichbar. Dort sitzen die großen Firmen, da gibt es regelmäßige Treffen in der Szene, Bürokomplexe mit günstigen Mieten für junge Firmen – einen regelmäßigen Austausch, aus dem etwas entsteht. Die Gründungsinitiativen der südniedersächsischen Hochschulen sind schon recht gut, aber darüber hinaus gibt es kaum noch etwas. Dabei  haben wir auch hier viele kluge Köpfe.

Wie wichtig ist in einem digitalen Anwenderumfeld die örtliche Nähe etwa zu den Hochschulen? Sprich: Macht es einen merkbaren Unterschied, dass Sie in Uslar sitzen?
Wir brauchen Holz und Wald für unsere Arbeit, dazu sind die Mietpreise hier extrem günstig und die Landschaft ist schön. Ansonsten benötigen wir nur einen Internetanschluss und da ist die Geschwindigkeit entscheidend. Wir hatten Glück, weil wir direkt an der Hauptstraße liegen und hier ein 100 Mbit-Anschluss liegt. Aber von 18 bis 19 Uhr bricht durch das private Surfen nach Feierabend alles zusammen, da brauchen wir eigentlich nicht mehr arbeiten. Mit der HAWK haben wir ungeachtet der Entfernung weiterhin einen regelmäßigen Austausch und sind in einem ihrer Forschungsprojekte eingebunden.

Wenn Sie Ihren eigenen Gründungs- und Wachstumsprozess anschauen – wie kann das regionale Unterstützungsmanagement für Gründer verbessert werden?
Über die Beratung der Hochschulen hinaus würde ein Gründertreffen in Göttingen etwas bringen sowie ein zentral gelegenes Bürozentrum für junge Unternehmen, in dem man sich einfach über den Weg läuft und austauschen kann. Aber bisher kommt man im Alltag nicht wirklich zusammen. In den ersten Jahren wäre beispielsweise auch Steuerfreiheit eine Hilfe.

Technologietransfer aus den Hochschulen heraus gilt als einer der Schlüsselfaktoren für regionale Wachstumsimpulse. Funktioniert das in der regionalen Praxis?
Der Haken ist, dass der Anreiz für eine Ausgründung relativ gering ist, denn gerade zu Anfang sind die Finanzen ein erhebliches Problem: Die Fördermöglichkeiten gehen gegen Null und die Steuerfreiheit von Stipendien wird teilweise von den Behörden regional noch nicht berücksichtigt. Wir hatten Glück, da wir ein Exist-Stipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten haben.

von Sven Grünewald

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