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Cinogy geht leer aus

Duderstädter unter den Nominierten für den Entrepreneur des Jahres Cinogy geht leer aus

Seit 20 Jahren verleiht die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Award "Entrepreneur of the Year" an die Köpfe innovativer und leistungsstarker Unternehmen in Deutschland. In diesem Jahr unter den 34 Finalisten: Die Duderstädter von Cinogy mit Dirk Wandke.

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Ex-Minister Peer Steinbrück hielt die Laudatio

Quelle: Eckermann

Berlin. "Innovation" lautete die Kategorie, um die es für das Plasmamedizin-Unternehmen am Freitagabend im Deutschen Historischen Museum ging, drei weitere waren zu vergeben. Eine hat Ernst & Young im 20. Jahr der Awards neu eingeführt: Den Ehrenpreis für Social Entrepreneurship. Der Preis für sozial engagierte Unternehmer ging an Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung. 22.55 Uhr die Entscheidung. Wandke und Cinogy machen es dieses Mal nicht. Der Preis geht an die Gründer der Celonis SE, Martin Klenk, Bastian Nominacher und Alexander Rinke.

Die Duderstädter von Cinogy mit Dirk Wandke.

Die Duderstädter von Cinogy mit Dirk Wandke.

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Eine Würdigung der Tätigkeit derer, deren Gabe es sei, zu bewegen - so verstehe er den Award, den seine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vergebe, sagte Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ernst & Young. Attribute wie Unabhängigkeit und Mut, Weitblick und Entscheidungskraft zeichneten die ausgezeichneten Unternehmerpersönlichkeiten aus. "Heute Abend haben alle von ihnen gewonnen", wandte er sich an die Nominierten. Einem er vier Gewinner steht die Vertretung Deutschlands beim internationalen Award im kommenden Jahr in Monte Carlo bevor.

Den Vergleich der Strahlkraft der Unternehmer mit dem Funkeln der Sterne am Weltall zog die  Moderatorin des Abends, Tagesschau-Moderatorin Judith Rakers. "Alle, die Sie hier versammelt sind, gestalten die Zukunft." Barth wiederum nahm den Begriff des Zukunftsgestalters auf - und er setzte den Award Entrepreneur of the Year in seiner internationalen Variante mit den "Oscars" gleich, indem er den Award als "Oscar für die Unternehmerfamilie" bezeichnete.

"Erfolgreiche Unternehmen haben sich schon immer dadurch ausgezeichnet, dass sie sich verändern", rief Barth auf, sich mit Mut für Veränderungen zu öffnen - und die Disruption als Chance zu erkennen. "Dann werden die nicht mehr nur Schritt halten, sie werden Schrittmacher."

Moderatorin Judith Rakers

Moderatorin Judith Rakers

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Über das Verhältnis von Politik und Markt sprach Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in seiner Laudatio. "Ich glaube, wir brauchen einen handlungsfähigen Staat, der sich auch international organisiert", zog er sein Fazit, nachdem er Probleme von Unternehmern mit der Politik und Unsicherheiten in der Bevölkerung über die Entscheidungsgewalt politischer Instanzen skizziert hatte. Außer der Handlungsfähigkeit des Staates seien eine funktionierende Marktwirtschaft und eine starke Zivilgesellschaft die Grundpfeiler für eine "symbiotische Beziehung" statt einer antagonistischen von Staat und Markt. Dazu brauche es "Spielregeln" - naturgemäß entstehenden Kritikpunkten stelle er sich gern. Solange sie nicht in Verachtung übergingen und damit Menschen davon abgebracht würden, sich für die Politik der Mitte einzusetzen.

Ehrenpreis: Dachser SE

Industrie: Herbert Forker, Alfred Keller, Siegwerk Druckfarben AG Dienstleistung

IT: Ursula Schelle-Müller, Dieter Müller, Motel One Group Konsumgüter

Handel: Torsten Wywiol, Stern-Wywiol-Gruppe

Start-up: Celonis SE

Das 2006 gegründete Unternehmen Cinogy gilt als Innovationsführer im Bereich Plasmamedizin. Das Duderstädter Unternehmen, dessen Basis sich in der Zentrale der Otto Bock HealthCare befindet, ist auf die Entwicklung und Produktion von Verfahren und Produkten zur Verwendung in Medizin und Kosmetik spezialisiert. Seit 2013 ist die Innovation europaweit am Markt, die Cinogy bekannt gemacht hat, die "PlasmaDerm"-Technologie.

Wundheilung beinahe auf Knopfdruck

Die Methode kommt beispielsweise bei Diabetikern mit offenen Beinen oder Neurodermitikern zum Einsatz. Bei der schmerzfreien Behandlung unterstützt kaltes Plasma die Wundheilung - eine Weltinnovation: 90 Sekunden lang wird dem Patienten ein mobiles Gerät auf die Haut gehalten, das auf Knopfdruck mit Hilfe eines mit Wechselstrom erzeugten elektrischen Feldes die Luft an der Wundoberfläche in Plasma umwandelt. Es tötet keime ab, ohne dass sich - wie bei anderen Behandlungsmethoden - Resistenzen bilden können.

Zugleich werden die Selbstheilungskräfte angekurbelt und damit der Wundheilungsprozess beschleunigt. Die Methode schlug in der Medizinwelt ein, insbesondere, weil auch austherapierten und Risiko- Patienten geholfen werden konnte. 2014 ging der Fraunhofer-Preis „Technik für den Menschen“ an das Unternehmen.

Cinogy und Ottobock

Gesellschafter bei Cinogy sind neben dem promovierten Physiker Wandke auch der Göttinger Professor Wolfgang Viöl sowie Ottobock-Chef Hans Georg Näder. Der Konzern gewährt Cinogy Unterstützung, etwa beim Einkauf oder der Qualitätssicherung. ne

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